Open-Air-Kino auf Burg Wilhelmstein: Technik neu, Kultstatus bleibt

Von: Verena Müller
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Tragen zum Gelingen der Open-Air-Kino-Vorführungen bei: (v.l.) Walter Render (Apollo), Hans Brings und Anna Hermes (Kulturbüro), Hans Peter Coenen und Simon Kluge (Apollo) sowie Hans-Günter Sevenich (Burg Wilhelmstein). Foto: Verena Müller

Würselen. Mit neuer Technik, neuem Kooperationsvertrag und natürlich neuem Programm warteten das Aachener Apollo-Kino und das Kulturbüro auf Burg Wilhelmstein in der Open-Air-Kino-Reihe auf. Neun Termine stehen fest, am Donnerstag, 14. Juli, geht es mit „Das brandneue Testament“ los.

„Dank der neuen Technik können wir auch aktuelle Filme zeigen“, sagte Hans Brings, Kulturbüro Burg Wilhelmstein, bei der Programmvorstellung. Auf Wunsch des Publikums werden auch Klassiker wie „Mama Mia gezeigt.“

Begonnen hatte alles mit einem 35-Millimeter-Projektor, dann kam Blue Ray, inzwischen wird digital von einem Server abgespielt, erklärte Simon Kluge, Apollo-Theaterleiter. In kleinen Plastikkoffern werden die Filme transportiert und über einen Beamer übertragen. Leicht ist die Gesamtausstattung nach der Umstellung aber immer noch nicht, rund 100 Kilogramm wiegt sie.

Eine neue Tonanlage, „3:1-Ton“, wie Kluge sagt, ermögliche, dass man dem Kino viel näher käme. Im Vergleich zum Vorjahr wird außerdem die Leinwand um 1,30 Meter breiter. Kluge erklärte, dass es sich um eine Airtream-Leinwand handele, die sich selbstständig aufblase und windsicher sei. Rund 7,30 mal 4,10 Meter sind ihre Ausmaße.

Kino sei eigentlich ein Wintergeschäft, so Kluge weiter, Open-Air-Kino ist da also eine gute Ergänzung für die Sommermonate. Wie Hans Peter Coenen und Walter Render, Betreiber des Aachener Kinos, sagten, hätten sie schon länger den Wunsch gehabt, dieses Format zu bedienen. „Zu Wilhelmstein habe ich außerdem einen Jugendbezug“, sagte Coenen. Für fünf Jahre haben sich die beiden Partner nun festgelegt und einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Für die Besucher der Vorführungen mögen sich Sound und Bildqualität ändern, eines bleibt aber wie gewohnt: Der Kult um das Picknick vor und während des Films. Viele bringen in großen Taschen bergeweise mit Essen gefüllte Plastikdosen mit und sind erst einmal mit ihrem eigenen „Aufbau“ beschäftigt, wie Brings erzählte. Das bleibt auch Teil des inoffiziellen Programms, rund zwei Stunden vor Vorführungsbeginn dürfen die Besucher sich ausbreiten. Im vergangenen Jahr haben im Schnitt 500 Besucher die Vorstellungen besucht, zwei Veranstaltungen waren ausverkauft.

Wer auf aufwendige Vorbereitungen zu Hause und Plastikboxen-Schleppen verzichten, aber auch nicht mit leerem Magen dasitzen will, wird vielleicht bei Gastronom und Burgbesitzer Hans-Günter Sevenich fündig: Neben dem üblichen Ausschank will er Einfaches für „auf die Faust“ anbieten: „Currywurst, Pommes, vielleicht Kotellet im Brötchen oder Fisch in Folie vom Grill und Eis“, so Sevenich. Und verspricht moderate Preise.

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