Oidtweiler Kirmestage: Vereinte Kräfte im Zeichen der Tradition

Von: mas
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Fahnenschwenken zu Ehren der Majestäten: Das übernahm Tim Heyer. Maikönigspaar Sven Pauluschke und Pia Litzel (Mitte) sowie die Maipaare Konstantin Kockerols und Juliane Imm (l.) und Jan von Ameln mit Barbara Kockerols (r.) sind offenbar begeistert, von dem, was sie geboten bekommen.
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„Maibaum hoooooch“! Wenn Hauptmann René Braun kommandiert, spuren die Gesellen. Hier arbeiten alle zusammen. Inaktive und aktive Junggesellen, Feuerwehr und Blasmusiker geben den Oidtweiler Festtagen stets ihren Anstrich. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Was ist Glück in Oidtweiler? Es schreibt sich mit sechs Buchstaben: Kirmes. Und voran gehen sechs junge Menschen. Die Maipaare. Im sechsten Monat des Jahres. Übers Wochenende hat dieses sympathische Dörfchen zwischen Mooth und Schulstraße, zwischen Eschweiler- und Bahnhofstraße gesungen, gelacht, gefeiert.

Und geweint. Vor Freude. Vielleicht auch dem Ende nachtrauernd. Denn, wie war‘s? Wieder mit sechs Buchstaben zu beschreiben: Schönn!

Es mag schon oft an Oidtweiler Kirmestagen „geplästert“ haben. In einer Hinsicht hat die Jungmannschar aber fast immer beste Voraussetzungen. Mit dem Wetter am Kirmessamstag. Das ist ununterbrochen gut, wenn die Jungs um Vorsitzenden Tobias von Ameln die Ärmel hochkrempeln und sich dem Maibaum widmen. Wenn das – mit Leitern und Stahlseilen – in Angriff genommen wird, ist auch stets die Feuerwehr helfend dabei. Ebenso die inaktiven Junggesellen. Die Harrens, Kahlens, Clemens‘, Brauns, Bremers und Co. packen dort – begleitet von der Musik der Blaskapelle Oidtweiler – ebenso energisch zu wie später beim Ablöschen der Kehlen im Festzelt.

Kränze, Bänder und Lichter

Der Kirmesball ist dann noch weit entfernt, wenn Maikönig Sven Pauluschke den mit Kränzen, bunten Bändern und Lichtern verzierten Baum hoch klettert, den Zapf einschlägt und verkündet, „die Kirmes ist eröffnet“.

Da war der heftig gefeierte Partyservice vom Vorabend schon Geschichte und der nächste lange Festabend in Form des Kirmesballs schon im Visier.

Dass die Nächte in Oidtweiler noch länger als in Hamburg sein können, ist ebenfalls ein Markenzeichen des JVO. Denn zwischen Abschließen des Festzelts und dem Hochamt mit Fahnenschwenken und anschließendem Frühschoppen liegt oft nur eine Zeitspanne, die von der Länge einer Stadtratssitzung locker überschritten werden kann. Das gilt auch für den Abstand vom Frühschoppen bis zum nächsten festlichen Glanzpunkt.

Denn dann ist die hohe Zeit endlich da: der Sonntagnachmittag, dessen Inhalt der große Festzug – startend am Haus Litzel, Eschweilerstraße – ist.

Es ist einer der schönsten und erhebendsten Momente, wenn die Majestäten nach dem Fahnenschwenken – in Person von Tim Heyer – ihr Volk abschreiten. Zur Marschmusik „schwebten“ sie geradezu: Maikönigspaar Sven Pauluschke und Pia Litzel sowie die Maipaare Konstantin Kockerols und Juliane Imm sowie Jan von Ameln und Barbara Kockerols.

Ihnen folgten die Jubilar-Paare. Vor 25 Jahren waren Uwe Springmann und Sofia Kleidt Königspaar. Maipaar waren Paul Springmann und Nicole Esser, Maijunge war Frank Springmann. Vor 40 Jahren stellten Helmut Winands und Hildegard Windmüller das Königspaar. das Maipaar waren damals Hubert Winands und Josefine Prepols.

Vor 50 Jahren präsentierten sich im Königsgewand Alfred Herten und Maria Lehnen, begleitet vom Maipaar Karl-Heinz Heister und Mechthilde Schönen.

Dank an die Jubilare

Den Königsball nehmen die Junggesellen auch gerne zum Anlass, sich bei ihren Jubilaren zu bedanken. Dies sind in diesem Jahr Stephan Bremer und Guido Kochs. Beide gehören dem JVO 25 Jahre an. Auf 40-jährige Mitgliedschaft kommt Konny Lehnen. 50 Jahre dabei sind Hans-Werner Herten, Karl-Heinz Baldes, Hans-Peter Dickmeis, Johannes Braun und Heinz Winands.

Längst über den Geheimtipp, eine der schönsten Feten in der Städteregion auszurichten, sind die Oidtweiler Junggesellen seit Jahren hinaus. Schon in den Morgenstunden wird es im Festzelt hinter der Turnhalle angenehm ungemütlich. Denn dann beben die Planken angesichts von Musik und knallenden Holzschuhen. Der Klompenball fordert die ersten Reserven der feierlichen Gesellschaft schon am frühen Tage heraus.

„Erfinder“ des Klompenballs

In diesem Jahr bot der JVO seinen 50. Klompenball an. Der „Erfinder“ des Klompenballs, Hubert Keufen, erinnert sich: „Ich wollte damals nicht allein auf meinen Klompen gehen, also habe ich Hein Prepols und Peter Windmüller gefragt, die mich gerne begleiteten“, grinst der Kirmes-Veteran. „Wir haben die Idee in der Heinsberger Kante bekommen, wo ich viele Freunde habe und die ihre Kirmes auch so feiern“.

Die Originalklompen von damals hat er noch. Und dass der Klompenball „am höchsten Nationalfeiertag in Oidtweiler“ ausgerichtet wird, freut ihn natürlich. Auch heute noch steht der gesellige Oidtweiler gerne mit an der Theke – „und dort genieße ich mein Bier!“

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