Baesweiler - Oidtweiler Junggesellen legen sich mächtig ins Zeug

Oidtweiler Junggesellen legen sich mächtig ins Zeug

Von: mas
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„Komm hol´ das Lasso raus”: Denn die Oidtweiler Junggesellen haben bei der Apres-Ski-Fete „Rote Bullen” gesehen, die sie unbedingt wieder einfangen wollen. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. „Da, da, da”! Es ist nicht der Hit der legendären Neue-Deutsche-Welle-Band „Trio”, der Andreas Esser dreisilbig werden lässt. Die strengen Sicherheitsbestimmungen der Apres-Ski-Fete treiben ihn zu dieser Aussage.

Esser, Vorsitzender des Junggesellenvereins Oidtweiler (JVO) zeigt seinen Jungs an, wo er weitere Schilder „Notausgang” aufgehängt haben will. An anderer Stelle werden 100 Scheinwerfer an Brückenkonstruktionen gehangen, zwei Kilometer Kabel verlegt und die Voraussetzungen für 50000 Watt Lichtleistung geschaffen. Mittags ist Chef Esser mit 30 Leuten an der Arbeit. Einer seiner wichtigsten Berater ist Karsten Braun. Braun, Ideengeber der Fete vor sechs Jahren, ist (noch) mit ganzem Herzen dabei. So wie ein Feuerwehrmann eben ist.

Abends werden hunderte Partyfans auf dem Areal abtanzen, sich amüsieren, neue Leute kennenlernen. Karsten Braun hofft, dass er ein bisschen mitfeiern kann. Aber ein ganz natürliches (anstehendes) Ereignis beschäftigt ihn auch noch. Seine Frau Nicole ist hochschwanger - möglicherweise gibt´s in der Nacht noch ein neues Mitglied des Junggesellenvereins zu feiern.

Doch die Nacht ist noch gefühlte acht Stunden entfernt. Seit 6 Uhr sind die „Gesellen” um Andreas Esser auf den Beinen. Ein Teil von ihnen hat mit vier Lkw den Schnee in Neuss abgeholt. Die anderen schrauben, hämmern, installieren. Selbst Christoph Moll, Besitzer der Halle, in der ein Teil der Party abgeht, ist sich nicht zu fein, den Besen zu schwingen. Er kehrt. Währenddessen kriegt Marc Bohlinger einen voll geschriebenen A5-Zettel mit der Essensbestellung in die Hand gedrückt und holt einen ganzen Wagen „Futter”.

Es ist alles organisiert. „Auf die Sicherheit wird allergrößten Wert gelegt”, betont Karsten Braun. Die Stadt überprüft akribisch, das Deutsche Rote Kreuz wird ebenso wie die Feuerwehr mit einem großen Aufgebot vor Ort sein. Eine Woche haben die Thelens, Brauns, Brücks Redemanns oder Essers gewerkelt. „Eine Woche werden wir auch noch zu tun haben, um wieder abzubauen”, spielt im Kopf schon das Danach der Apres-Ski-Fete eine Rolle.

Dass es am frühen Nachmittag so gut wie „knallewarm” draußen ist schockt die Junggesellen ganz und gar nicht. „Der Schnee hält sich noch ein paar Tage. Und wenn wir ehrlich sind, kennen wir das gar nicht anders”, erinnert sich Karsten Braun an die Jahre davor. „Wir hatten immer Regen oder Föhn, aber nie Schnee. Den mussten wir immer holen”.

Echter Kassenschlager

Aber sie haben auch noch etwas, was sie nicht holen müssen, sondern ihren Fans als Bringschuld präsentieren. Ihren ganz individuellen Partyfaktor, Marke JVO. Um 21.30 Uhr krachen die ersten Live-Gitarren. Die Band „Famous” heizt Baesweilers attraktivste Winterfete ordentlich an. Im Wechsel mit zwei DJ.

Drinnen wie draußen „tobt der Bär”, freut sich der Inaktive Uwe Springmann, an der Kasse arbeitend. Zumal die Leute den ersten Titel der Band „Let me entertain you” geradezu wörtlich nehmen und sich anstecken lassen. Eine (von vielen) Feiergemeinschaften haben die ehemaligen Junggesellen Frank Redemann und Frank Mangels mit ihren Frauen Nicole und Kerstin gebildet.

„Heute geht´s noch auf den Dancefloor”, hakt Kerstin ihren Mann „Mango” unter. Dort, auf der Tanzfläche haben es sich derweil fünf süße Teenies „bequem” gemacht. Michelle Ludwig, Kristy Jansen, Tatjana Kramski, Jill Derichs und Clarissa Preisig sind alle zum ersten Mal auf der Party des JVO. Sie sind schwer angetan - und auch die Partygäste von morgen.

Auch wenn bei der Stimmung niemand an den Morgen denken mochte . . .
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