Oidtweiler Junggesellen holen zwei Pokale

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
11962035.jpg
So seh‘n Sieger aus: Vertreter der beiden Oidtweiler Teams jubeln in der Mitte, Schiedsrichter Herbert Kesten (2.v.l.) hat auch sein 35. und letztes Junggesellen-Handballturnier erfolgreich gepfiffen. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Nur ein Mal war Herbert Kesten mit seiner Pfeife nicht dabei. Ein einziges Mal in 36 Jahren. Am Wochenende hat der Mann, der sich auf seinen 70. Geburtstag freut, final beim 36. Hallenturnier der Baesweiler Junggesellen gepfiffen.

Es war sein Abschied als Schiedsrichter. Ein emotionales Highlight beim Turnier, dem es auch an sportlichen Höhepunkten nicht mangelte.

Wenn die Junggesellen in die Sporthalle des Gymnasiums bitten, treten die „nicht-fußballspielenden“ Vereine an. Schützen, Karnevalisten und eben Junggesellen, neben den Gastgebern auch die aus Oidtweiler. 15 Teams waren es diesmal, die sich gut acht Stunden lang nichts schenkten.

Durchaus umkämpft waren die Partien, aber zur Freude von Herbert Kesten blieb alles weitgehend fair. Er wird dem Turnier künftig wohl erhalten bleiben – aber dann nur auf der Tribüne. „Jetzt geht mal die Gesundheit vor“, sagte er lachend bei der Siegerehrung, bei der er sich einen kräftigen Applaus für seine lange Schiri-Laufbahn abholen durfte. Abholen durften sich dann vor allem die Junggesellen aus Oidtweiler etwas, nämlich gleich zwei Pokale. Das Team der inaktiven Junggesellen sicherte sich den ersten Platz, das der aktiven Junggesellen landete auf dem dritten. Zwischen den beiden reichte es für den Oldtimer-Freizeitverein für Platz zwei.

Weil Sportler in der Regel einen ganz guten Durst haben, dürfte durch den Getränkeverkauf bei dem Turnier erneut ein hübsches Sümmchen für den guten Zweck herausspringen. Zwar haben die Junggesellen den Kassensturz noch vor sich, „aber gut 1000 Euro sind in den vergangenen Jahren jedes Mal reingekommen“, sagte Christoph Esser, Sprecher des Sportausschusses der Baesweiler Junggesellen und somit Organisator des Turniers.

Das Geld wird diesmal geteilt. Die eine Hälfte kommt dem Hilfswerk „Menschen helfen Menschen“ des Zeitungsverlags Aachen zugute und soll vor allem Bedürftige in Baesweiler unterstützen. Die andere Hälfte soll die Integration von Flüchtlingen in der Stadt fördern. Deutschkurse für Asylsuchende sollen damit finanziert werden.

Eine gute Sache, die auch das Lob des Vizebürgermeisters Bruno Mohr fand, der den Schirmherrn des Turniers, Bürgermeister Dr. Willi Linkens, vertrat. Der hatte am Turniertag eine andere Partie miterlebt: Die „seines“ FC Bayern München gegen den 1. FC Köln. Grund zum Jubeln hatte Linkens auch in der Domstadt. Immerhin lagen die Bayern am Ende mit 1:0 vorn. Aber in Baesweiler gab es deutlich mehr Tore.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert