Oidtweiler Bürgertreff: Stolz auf gelungenes Gemeinschaftswerk

Von: mas
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Applaus für ein gelungenes Projekt: Der neue Bürgertreff in Oidtweiler findet großen Zuspruch. Der Neubau ist für alle Vereine und auch private Anlässe gedacht. Fotos: : Sigi Malinowski Foto: Sigi Malinowski
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Brillanter Redner: Concordias Vorsitzender Dirk „Bode“ Springmann. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Mario Barth ist auch nicht witziger. Aber der Berliner braucht die doppelte Zeit, seine Gags anzubringen. Dirk (in Oidtweiler nur bekannt unter „Bode“) Springmann, wortgewandter Vorsitzender des Fußballvereins Concordia Oidtweiler haute in knapp 45 Minuten eine Rede heraus, „für die Du Eintritt hättest verlangen können“, applaudierte auch Bürgermeister Willi Linkens.

Die Art, in der Springmann seinen pointenreichen Rückblick und Dank an die Besucher – zu denen auch AZ/AN-Chefredakteur Bernd Mathieu und seine Ehefrau Sabine gehörten – brachte, ließen diese mit Dauerapplaus antworten. Anlass war die Einweihung des EWV-Bürgertreffs Oidtweiler.

Zu dieser Bezeichnung des auch als „Bürgerhaus“ geführten Treffs am Sportplatz „haben wir uns gerade erst entschieden“, erklärte der junge Chef des Fußballklubs. Concordia Oidtweiler hatte sich als federführender Verein um den Bau des neuen Vereinsheimes am Sportplatz Bahnhofstraße gekümmert. Unter Einbindung aller Ortsvereine und vieler Privatpersonen, wie „Bode“ Springmann nochmals betonte. So gestalteten alle Oidtweiler Vereine auch das Einweihungszeremoniell und insbesondere den sich anschließenden Dorfabend in der Turnhalle mit.

Springmann ließ die letzten beiden Jahre Revue passieren. Von der Schließung der letzten Dorfkneipe Mürkens mit all den Problemen, die sich daraus ergaben, bis zum Entschluss, wir bauen uns eine eigene Kneipe, die „für alle Vereine und auch private Anlässe gedacht ist“. Einen Lacher nach dem anderen produzierte der zweifache Familienvater in seiner von sehr viel Dankbarkeit geprägten Rückschau. Er erinnerte an die Ratlosigkeit nach der Schließung von Mürkens, an die vielen Zusammenkünfte der Vereine und Bürger, an die Verhandlungen mit der Stadt und an die sehr schwierigen Klippen, die in Sachen Finanzierung umschifft werden mussten.

Gerade in dieser Hinsicht musste man der Familie Eickels-Keufen „sehr, sehr für ihre Großzügigkeit dankbar sein“. Zu den vielen Spenden, die man zusammengekratzt hatte, legten Concordias Schatzmeister Walter Eickels und seine Frau Karin Keufen nochmals einen Riesenbetrag dazu. Allein 10 Seiten DIN-A-4-Papier hatte Springmann durchgearbeitet, bis er allen Sponsoren und Mitarbeitern, die an dem Projekt beteiligt sind, persönlich gedankt hatte.

Bürgermeister Willi Linkens konnte angesichts des Springmannschen Wortfeuerwerks nur noch anmerken: „Ich bin allen in dieser starken und tollen Gemeinschaft sehr dankbar, die hier viele Stunden Tag und Nacht gearbeitet haben.“

„Das ist ein Superladen“

„Das ist ein Superladen geworden“, schob Oidtweilers Ortsvorsteher Bernd Kockerols fasziniert, burschikos und begeistert nach. Walter Eickels machte seiner Frau Karin Keufen förmlich eine Liebeserklärung, als er ihr vor mehr als hundert Zuschauern einen Riesenstrauß roter Rosen überreichte. Zu „Bode“ Springmann gewandt, sagte Eickels: „Bei allem Lob an die vielen Helfer, ohne Bode würden wir hier heute auch nicht stehen. Ich habe noch nie einen begnadeteren Chaoten gesehen. Er ist das Herz unseres Vereins.“

Die Segnung des Bürgerhauses nahmen der katholische Pfarrer Ferdi Bruckes und sein evangelischer Amtskollege Jochen Gürtler vor. Symbolhaft waren die Musikbeiträge der Blaskapelle Oidtweiler, die mit Märschen den Aufbruch unterlegten und mit den Ausflügen in die Popmusik auch unterlegten, das etwas für alle Generationen entstanden ist. So, wie es die Bauherren auch wollen . . .

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