OGS entwickelt sich mit großem Tempo

Von: Conny Stenzel-Zenner
Letzte Aktualisierung:
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Die Offene Ganztags-Schule in Würselen kann eine rasante Entwicklung verzeichnen.

Würselen. Die Ranzen werden sorgfältig in die Fächer gestellt. Das geht ganz schnell, denn alle wollen raus. Raus auf den Schulhof, zu den Kletterwänden, den Fußballtoren. Sie wollen sich bewegen, bevor es zum Mittagessen geht. Die Kinder wollen erst mal das Sitzen, die Konzentration, die Ruhe des Unterrichts wegtoben. Das geht in der Offenen Ganztags-Schule (OGS).

Die OGS in der Sebastianusschule beispielsweise ist stetig gewachsen. Im August 2005 waren es 42 Kinder, die in die verlässliche Betreuung kamen. Mittlerweile sind es 65 Kinder, die bis um 15 Uhr bleiben, bis um 16 Uhr oder 16.30 Uhr. Aber der Bedarf ist viel größer. „Am Ende des Schuljahres gehen nur 13 Kinder, Anmeldungen gibt es viel mehr“, weiß Susanne Reimann von der OGS.

Die rasante und erfolgreiche Entwicklung der OGS zeigt den deutlichen Bedarf. Seit zehn Jahren wird der Ganztag in NRW ausgebaut, auch im Nordkreis. So ist auf der Internet-Seite des Schulministerium NRW zu lesen, „dass die OGS den Kindern mehr Bildungschancen eröffnen und den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern soll“.

Den Kindern macht es sichtlich Spaß, in der OGS zu sein. Das Mittagessen schmeckt oft, das Spielen mit Freunden ist immer toll. Die Hausaufgaben werden fachmännisch betreut, denn auch die Lehrer der Grundschulen haben „Hausaufgabendienst“.

Dann werden die Schüler in Gruppen von zwölf Schülern eingeteilt, um unter Aufsicht in ruhiger Arbeitsatmosphäre die Hausaufgaben zu machen. „So sehen die Lehrer, bei welchen Kindern der Stoff noch nicht sitzt“, weiß Susanne Reimann, dass Schüler von dieser Situation durchaus profitieren können.

Wenn die Hausaufgaben gemacht sind, wird gespielt. Draußen oder drinnen. „Wenn es regnet und nur in den beiden Klassenräumen gespielt werden kann, die unseren Kindern zur Verfügung stehen, sind das harte Tage“, sagt Susanne Reimann. Dann ist es laut, dann wird gezankt, dann sind die sechs OGS-Kräfte gefordert. Das sind sie sowieso, denn sie geben den Kindern Struktur, passen auf, sind Freundin, Spielgefährtin. „In acht Jahren OGS haben wir gelernt“, sagt Susanne Reimann mit einem Lächeln.

Beispielsweise, dass Gruppen wie im Kindergarten aufgeweicht werden. „Die Kinder suchen sich ihre Bezugsperson unter den Fachkräften“, erzählt Susanne Reimann, weshalb es keine festen Gruppen mehr gibt. Das OGS-Team hat auch gelernt, welche Kurse bei den Kindern ankommen. Gewählt werden mindestens zwei Angebote in der Woche, es können auch drei sein. Die dauern eine Stunde. Hip-Hop, Sport, Fußball, Ballspiele, stehen ebenso auf dem Programm wie Brain-Gymnastik, Schach, ein Naturkurs und Küchenallerlei. Diese Zusatzangebote sind vom Ministerium gewünscht, ebenso wie sozialpädagogische Angebote. Das Ministerium hat ebenso im Blick, „dass es ein angemessenes Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung mit entsprechenden Ruhe- und Erholungsphasen und von Kindern frei gestaltbare Zeit gibt“, ist auf der Internet-Seite nachzulesen.

Nach acht Jahren, zwei vollen Grundschuljahrgängen, zieht Susanne Reimann ein Fazit der OGS in der Sebastianusschule: „Acht Jahre der Freude beenden wir nun.“ Dabei arbeitet die OGS mit derjenigen der Bardenberger Grundschule zusammen. Diese Kooperation macht in den Ferien großen Sinn, damit die Betreuung auch dann für die Eltern verlässlich ist.

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