Offenes Singen beschließt ein erfolgreiches Konzertjahr

Von: Joachim Peters
Letzte Aktualisierung:
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„Offenes Singen zur Weihnachtszeit“: mit der Städtischen Singschule (hier im Bild), dem Städtischen Kinderchor, dem Städtischen Jugendchor und „andersArt Alsdorf“ unter der Gesamtleitung von Chordirektor Günther Kerkhoffs (l.) im Energeticon Alsdorf.

Alsdorf. Das „Offene Singen zur Weihnachtszeit“ findet seit dem Umzug ins Energeticon verstärktes Interesse der Alsdorfer. Es ist eine wirkungsvolle Plattform, um die musikpädagogische Nachwuchsarbeit der Städtischen Chöre für Eltern und ihre musikalisch begabten Kinder ins rechte Licht zu rücken.

Die Städtische Chorszene ist nicht denkbar ohne Familie Kerkhoffs, wie Erster Beigeordneter Ralf Kahlen bei seinen Dankesworten am Ende des Chorjahres 2012 ausführte. Dazu gehört neben Chordirektor Günther Kerkhoffs seine im Hintergrund und als Chorsängerin stets helfende Frau Helga und Tochter Vera.

Erinnerungen weckend an den Ratschlag des in die Jahre gekommenen Richard Wagner an seine Nachkommen („Kinder macht Neues!“), begnügt sich Jugendchor-Leiterin Vera Kerkhoffs nicht damit, die in Alsdorf spürbaren großen Fußstapfen ihres Vaters auszufüllen. Davon zeugten im Sommer Regie und Choreographie des Musicals „Paradise of Pain“, das – wie am Rande des Konzertes zu hören war – 2013 erfreulicherweise eine Neuauflage erlebt.

„Choreographisch“ mutet auch die Leitung des Jugendchores an. Sich eine väterliche Probenerfahrung nutzbar machend, dirigiert oder moderiert Vera Kerkhoffs ihre Schützlinge selbst beim Konzert aus einiger Entfernung im Zwischengang des Publikums.

So kann der Blick der Jugendlichen besser auf den Dirigenten fokussiert sein als an der Rampe. Entgegen kommt diesem Konzept eine Programmauswahl, die mehr der szenischen als der engeren klassischen Musik angehörte. Die schönsten Nummern aus dem Frank-Nimsgern-Werk wurden in der Zeit „zwischen den Sommer-Musicals“ wieder zum Leben erweckt. Neben dem Gesamtchor gefielen die Solisten Jana Schillings, Annika Schäfer, Lena Jansen sowie im Duett Leonie Bellé und Marvin Halog.

Andere, „klassisch-weihnachtliche“ Akzente setzte die junge Frauengruppe „AndersArt“. Hier waren es vor allem die bis ins 16. und 17. Jahrhundert zurückgehenden A-cappella-Sätze von „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ über „Zu Bethlehem geboren“ bis hin zu dem glockenklaren „Ubi sunt gaudia“, welche berührten.

Wer einmal seine Kinderchorproben besucht hat, muss immer wieder „den Nerv“ und die Energie des nun schon einige Jahre pensionierten Lehrers Günther Kerkhoffs bewundern. Sollte tatsächlich einmal die Ära des Oberforstbachers in Alsdorf enden, könnte dort womöglich eine gleichgroße Baustelle in der Städtischen Chorszene entstehen wie bei den „Großen“.

Vorerst ist davon keine Rede. Die 25 Kleinen der Singschule und 20 Mädchen und Jungen des Kinderchores ließen sich von der Begeisterung des Chorleiters anstecken. Sie sprang auf das Publikum über, das im Rahmen des Offenen Singen herzlich zum Mitmachen eingeladen war. Die Zuhörer, darunter viele Eltern und Verwandte, wurden von den erwartungsfrohen Gesichtern und Kindergesängen des „Wir sagen Euch an den lieben Advent“, „O du fröhliche“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ ge- und berührt.

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