Offene Ganztagsschule: Es fehlen mindestens 45 Plätze

Von: ehg
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„Herr Lehrer, ich weiß was“: Es wird wohl kein Rezept gegen die OGS-Unterdeckung in Würselen sein . . . Foto: imago/blickwinkel

Würselen. Das reicht nicht: 370 von 1434 Grundschülern der Stadt sind derzeit in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Zum Schuljahr 2013/14 haben 148 Eltern mit Anmeldung der Schulneulinge auch den Bedarf für einen Platz in der OGS angemeldet.

Es können, wie aus einem auf Antrag der Kooperation Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CDU von der Verwaltung erstellten Untersuchung hervorgeht, aber nur 96 aufgenommen werden. Die Nachfrage an den Grundschulstandorten ist unterschiedlich. Was nun?

Anmeldeüberhänge gibt es vor allem an der Sebastianusschule (24) und der Wurmtalschule (13). Insgesamt warten 45 Kinder auf einen OGS-Platz. Eindringlich war der Appell von Adelheid Fröhlich, Leiterin der Sebastianusschule, im Ausschuss für Bildung: „Wir suchen händeringend nach einer Lösung! Wir müssen uns etwas einfallen lassen!“

Ergänzend zur OGS, so erklärt Fachbereichsleiter Herbert Zierden, werde an allen Grundschulen im Rahmen der außerunterrichtlichen Angebote im Primarbereich eine verlässliche Betreuung „8 bis 13 Uhr“ angeboten.

Um Entlastung für die erhöhte Nachfrage nach OGS-Plätzen zu schaffen, dehnen die Wurmtalschule und die Sebastianusschule das Betreuungsangebot zum nächsten Schuljahr auf 14 Uhr aus. Die KGS Weiden erweitert die 8-bis-13-Uhr-Betreuung auf voraussichtlich 44 Kinder. Wie Zierden darlegt, erfordere eine Ausweitung des OGS-Angebots an der Birkenstraße und in der Sebastianusschule auch eine räumliche Erweiterung. Förderprogramme zum OGS-Ausbau könnten zurzeit aber nicht abgerufen werden, so dass erforderliche An- oder Umbauten sowie die Inneneinrichtung aus städtischen Mitteln zu finanzieren seien.

Eine harte Nuss auch für die Politik: „Der Mangel an Ganztagsbetreuung macht vor den Toren der Grundschulen nicht halt“, wollte sich CDU-Sprecher Peter Havers nicht mit der reinen Kenntnisnahme der Fakten abfinden. Er hielt die Verwaltung an, mit den Schulen nach Lösungen zu suchen. Doris Harst (SPD), Vorsitzende des Bildungsausschusses, mahnte: „Es sind uns Grenzen gesetzt!“ Auch SPD-Sprecher Andreas Dumke war ratlos: Er sehe keine Möglichkeit für die Finanzierung baulicher Maßnahmen. Peter Havers drängte indes auf einen Beschluss, der schließlich mit Mehrheit gefasst wurde. Die Verwaltung soll demnach einen Finanzierungsvorschlag erarbeiten, damit die fehlenden zwei Gruppen möglichst bald eingerichtet werden können.

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