Offene Ateliers und eine künstlerische Abrissparty im alten Gymnasium

Von: Verena Müller
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Zum dritten Mal öffnen Alsdorfer Künstler ihre Ateliers, lassen sich beim Arbeiten über die Schulter schauen und geben Workshops. Fotos: Franz Josef Kochs

Alsdorf. Eine künstlerische Abrissparty könnte man das nennen, was der Kunstverein Alsdorf in Kooperation mit dem Alsdorfer Stadtmagazin und der Stadt Alsdorf auf die Beine stellt: In einer Projektwoche im alten Gymnasium, in den dann schon leeren Räumen, werden diese nicht nur als Werkstätten genutzt, sondern auch aktiv eingebunden.

Da werden Kacheln abgeschlagen und Wände besprüht, Verzeihung, mit Graffiti gestaltet. „Eigentlich hatten wir das schon im vergangenen Jahr geplant, aber dann kam der Wasserschaden im Kubiz dazwischen“, erzählt Marina Brants, eine der Initiatorinnen, bei der Vorstellung der Projektwoche und der daran anschließenden Tage der Offenen Alsdorfer Atelierhäuser (OAAH).

Durch den Wasserschaden im Neubau mussten das Dalton-Gymnasium und die Realschule ein Jahr länger in Ofden bleiben als ursprünglich vorgesehen. Am Freitag, 18. August dieses Jahres, aber, wenn die Projektwoche startet, sind die Klassenzimmer geräumt.

„Wir veranstalten mit dem Eröffnungsabend auch eine Art Abschiedsfeier“, sagt Brants. Live-Bands, überwiegend bestehend aus ehemaligen Schülern und Lehrern der Schule, werden auftreten, ein zum Café umfunktionierter Opel Blitz wird anrollen, außerdem ein Weinstand aus Aachen, ein Bierwagen und ein Flammkuchenwagen aus der Nachbarschaft.

Die künstlerische Komponente soll dann so aussehen: Fünf Alsdorfer Künstler bieten (kostenpflichtige) Kurse für Jedermann in den Räumen der alten Schule an, Neugierige dürfen den Kreativen dabei über die Schulter schauen.

Carmen Kahn gibt den Workshop „Entdeckungsreise Acrylmalerei“ mit Grundlagenvermittlung in Techniken und praktischen Übungen an zwei Terminen: Montag, 21. August, beziehungsweise Dienstag, 22. August, jeweils von 12 bis 16 Uhr, jeweils 25 Euro plus Materialkosten.

Die Werkstatt FriedMan (Frieder Wisten und Manfred Greulich-Blaß) will mit ihren Kursteilnehmern „artes trouvés“, also mit Fundstücken oder vermeintlichem Abfall, Kunst schaffen: Samstag, 19. August, bis Donnerstag, 24. August, von 10 bis 19 Uhr – für die sieben Tage fallen 150 Euro an. Wer nur am Wochenende Zeit hat, kann auch nur den Samstag und Sonntag zu 60 Euro buchen.

Sogar ein einzelner Tag ist möglich, zu 40 Euro. Hinweis der Künstler: „Preise sozial verhandelbar inklusive Materialkosten“. „Griseille-Technik – Sehen und Malen in schwarz-weiß“ vermittelt der Künstler und Plakatmaler Martin Otten von Montag, 21. August, bis Donnerstag, 24. August, von 15 bis 18 Uhr. Kostenbeitrag: 80 Euro plus Materialkosten in Höhe von einmalig 18 Euro. Ein einzelner Tag wird mit 40 Euro veranschlagt.

Bis hierhin richten sich alle Kurse an (junge) Erwachsene. Der letzte im Bunde zielt aber ausdrücklich auf Kinder und Jugendliche, die gerade im Begriff sind, auf eine weiterführende Schule zu wechseln oder bereits eine solche besuchen. „Graffiti“ heißt der Kurs von Matthes Straetmans, und das sagt eigentlich auch schon alles.

Straetmans ist Lehrer an der Realschule Ofden und bei „Aber Hallo“ aktiv. „Lazy65“ lautet sein Künstlername. Er will im Kurs 3D-Raumcollagen entwerfen. Die Ergebnisse sollen die Jugendlichen mit nach Hause nehmen können. Termine: Samstag und Sonntag, 19. und 20. August, von 11 bis 19 Uhr. Kosten: 25 Euro plus ca. 15 Euro Materialkosten.

Anmeldung zu den einzelnen Projekten: Telefon 02404/8476 oder E-Mail: info@brants-design.de. Alle Dozenten werden bereits bei der Feier am Freitag, 18. August, anwesend sein und stehen für Fragen zu den Kursen zur Verfügung.

Außerdem arbeiten Künstler in der Woche an ihren eigenen Werken in den Räumen der Schule, lassen sich dabei über die Schulter schauen und geben auch gerne Tipps: Matthes Straetmans außerhalb seiner Workshopzeiten, von Montag, 19. August, bis Donnerstag, 24. August, von 11 bis 19 Uhr, Andreas Klose (großflächige Airbrusharbeiten an Wänden) von Samstag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, Veronika Kropidlowski (Malen mit Farbstiften) Montag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr sowie die beiden Kunsthandwerkerinnen Gabi Schmertz (Arbeiten mit Filz) und Maike Thomas (Goldschmiedearbeiten) von Montag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr.

Das ist schon eine Menge Programm, aber eigentlich erst der Vorspann zu den Ateliertagen (OAAH), der 3. Kunstroute am Wochenende 25. bis 27 August, bei der acht Künstler und der Kunstverein mit der Kunstausleihe „Artothek“ in Räumen des Gymnasiums zu Gast sind .

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