Ofdener Gymnasiasten zeigen Kunstwerke gegen den Rassismus

Von: Stefan Schaum
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Klares Zeichen: Als „Schule ohne Rassismus“ stellen die Ofdener Gymnasiasten sich auch künstlerisch dar. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Wichtige Kunst muss nicht immer teuer sein. Für einen eher überschaubaren Betrag sollen die Bilder am Ende der Ausstellung angeboten werden, die Schüler des Alsdorfer Gymnasiums derzeit im Foyer der Bücherei in der Alsdorfer Stadthalle präsentieren. Doch bei der Vielzahl der Werke dürfte ein hübsches Sümmchen zusammenkommen – um die Flüchtlingsarbeit in Alsdorf zu unterstützen.

„Kunst gegen Rassismus“ ist der Titel der Ausstellung. Gut 50 Schüler haben sich – quer durch alle Jahrgangsstufen – an der Vorbereitung beteiligt. Auch solch ein kreativer Output gehört dazu, wenn man im bundesweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ vertreten ist. Sportlich waren die Ofdener Gymnasiasten im Sommer. Seinerzeit hatten sich die Schüler an einem Sponsorenlauf beteiligt und brachten am Ende schwitzend gut 4000 Euro in die Spendenkasse. Je zur Hälfte ging das Geld an das Friedensdorf in Oberhausen und den Teil- und Tauschring in der Alsdorfer Luisenpassage. „Uns liegt es am Herzen, immer wieder ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen“, sagt Schülersprecher Lars Meyer. Jetzt auf künstlerische Weise.

In der fünften Jahrgangsstufe gab es dazu sogar einen Wettbewerb: Gesucht wurde die beste Collage zum Thema. Am Ende gab es drei erste Plätze – für Caroline Hallek, Sahra Mujanovic und Anastasia Krings. Ihre Arbeiten sind zusammen mit weiteren in der Ausstellung zu sehen, die die Schüler gemeinsam mit Kunstlehrerin Tanja Rauschtenberger vorbereitet haben. Auch Variationen von Bildern großer Künstler sind zu sehen. Von dem Werk „Der Kuss“ von Gustav Klimt etwa. Die Köpfe der Liebenden haben die Schüler dabei durch Fotos aktueller, mehr oder weniger bekannter Prominenter ersetzt.

Auch Franz Marc und Henri Matisse haben die Schüler ihre Referenz erwiesen. Und einem ganz Großen in Sachen Gleichberechtigung: Martin Luther-King. Ein Porträt des Bürgerrechtlers hat Fiona Bentz gezeichnet. „Weil dieser Mann ein ganz starkes Symbol gegen Rassismus ist“, wie die Schülerin sagt. Ihr Name hängt nicht neben dem Bild. So ist es bei allen Werken. Die Macher bleiben anonym, treten als Gruppe auf. „Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur als Einzelne hinter dem Engagement gegen Rassismus stehen, sondern als große, starke Gruppe“, sagt Tanja Rauschtenberger.

Gut 60 Bilder sind noch bis Freitag, 18. Dezember, zu sehen. Dann findet die große Finissage statt, bei der die jungen Künstler anwesend sein werden. Von 19 bis 21 Uhr wird es ein Programm geben, bei dem alle Bilder unter den „Hammer“ kommen. Ab fünf Euro sollen sie jeweils zu haben sein. Doch wer mag, darf gern mehr geben. . .

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