Öffnung des Gewerbegebietes Dornkaul ist ein Thema

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:

Herzogenrath. Da war FDP-Fraktionschef Björn Bock letztlich doch zufrieden: Der Tagesordnungspunkt „Öffnung des Gewerbegebiets Dornkaul” ist im Hauptausschuss am Dienstagabend vertagt worden - zugunsten eines interfraktionellen Gesprächs zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) und der Agit.

Diesem Vorschlag von Bürgermeister Christoph von den Driesch war eine rege Diskussion über den Antrag der SPD vorausgegangen. Das Gewerbegebiet Dornkaul auch für Firmen zu öffnen, die nicht aus dem Technologiepark Herzogenrath (TPH) stammen, ist der Wunsch der Sozialdemokraten.

Denn, so begründete Fraktionschef Gerhard Neitzke, beide große Firmen, die dort seinerzeit Areale erworben hätten, seien nun an einer Expansion nicht mehr interessiert: „Wir können uns aber nicht erlauben, große Flächen brach liegen zu lassen.”

Es gebe genügend andere Firmen, die zwar nicht aus dem High-Tech-Bereich stammten, aber immissionsarm seien. Grünen-Fraktionssprecher Folker Moschel hingegen bestand darauf, nur „TPH-affines” Gewerbe auf diesem Gelände zuzulassen.

Was der Bürgermeister mit der Feststellung unterstrich, dass das TPH-Erweiterungsstreben seinerzeit Grundlage für die Förderung der Flächenentwicklung gewesen sei. Im übrigen habe die TPH-Gmbh, deren Geschäftsführer von den Driesch momentan ist, bereits Überlegungen bezüglich der Parzellierung des Aixtron-Geländes in Dornkaul und einer Kostenabschätzung angestellt.

Und Ergebnis eines Gesprächs mit der Agit ist ein Schreiben, das in die Empfehlung mündet, „das Gewerbegebiet Dornkaul für technologieorientierte Firmen sowie als dringend notwendigen Erweiterungs-und Auslagerungsstandort für den TPH zu sichern, zumal der TPH über keinerlei räumliche Ausdehnungsmöglichkeit mehr verfügt.” Kleingewerbe, Handwerk und Ähnliches sollten hier ausdrücklich nicht angesiedelt werden, „derartige Funktionen sind für den Handels- und Gewerbepark Nordstern im Bereich Merkstein prädestiniert”.

Als SPD-Ratsherr Hartmut Prast anstelle einer von der Mehrheit strikt abgelehnten Spedition respektive Gerüstbaufirma exemplarisch eine Heizungsfirma mit Brennstoffzellentechnologie ins Spiel brachte - „wir brauchen auch Arbeitsplätze für Menschen ohne Hochschulstudium” - stellte der Bürgermeister fest, dass eigentlich gar kein Dissens bestehe.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert