Öcher Mundart krönt das Geburtstagsfest

Von: mabie
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Blues: Dieter Kaspari (vorne) sowie Uwe Böttcher am Bass und Sonja Mischor (Gesang und Flöte) spielten in der Stadtbücherei ein Repertoire mitreißender Songs über das Leben in Aachen und Drumherum.

Herzogenrath. In kürzester Zeit hat sich der Förderverein „Pro Stadtbücherei“ nicht nur einen festen Platz in den Herzen von Kulturfreunden im gesamten Nordkreis erobert. Er sorgte bei seiner Zehn-Jahres-Feier auch für regen Zulauf in der Herzogenrather Bücherei.

Vorsitzender Professor Dr. Wolfram Hamann freute sich: „Das ist für einen Sonntagmorgen ganz beachtlich.“ Den Grund für die Begeisterung bei den Besuchern mussten er und sein rühriges Vorstandsteam aber nicht lange suchen. Denn bei der Geburtstagsfeier gab es nicht nur köstlichen Kuchen, sondern ein Programm, das mindestens ebenso hervorragend mundete.

Den musikalischen Part der Feier übernahmen dabei gleich zwei Gruppen, die sich der Öcher Mundart verschrieben haben. Den Auftakt durfte dabei „Udo S Punkt“ übernehmen. Hinter dem Namen verbergen sich Songschreiber und Gitarrist Udo Schroll, der von Willi Lennartz alias Sir Willi am Bass begleitet wird.

Mit Songs wie „Headset“ über die Technisierung der Menschen, „Leck mich amoka“ als Ausdruck von Erstaunen und Ablehnung zugleich oder „Hau de Föß ens stell“, das zur Ruhe auch in Stresssituationen riet, traf er den Nerv der begeisterten Zuhörer.

Da stand auch der feinste Blues in nichts nach, den Dieter Kasparis „Bluesbaggage“ mitgebracht hatte. Der Namensgeber spielte sich gemeinsam mit Uwe Böttcher am Bass sowie Sonja Mischor mit Gesang und Flöte durch ein Repertoire mitreißender Songs über das Leben in Aachen und Drumherum.

Da bekamen die Menschen, die zu viel reden, ebenso ihr Fett weg wie das Zwischenmenschliche gelobt wurde, das in unserer Region natürlich auch an der Grenze nicht Halt macht. Getreu dem gelebten Vereinsmotto, die Bücherei in Herzogenrath-Mitte zu einem Zentrum der Kultur zu machen, kamen nicht nur die Freunde musikalisch-mundartlicher Beiträge auf ihre Kosten.

So übernahm Waltraud Schings den literarischen Part der Geburtstagsfeier. „Sie liest schon einige Jahre bei uns mit viel Begeisterung“, freute sich Hamann über die versierte Vorleserin. Dieses Mal hatte sie sich heitere Gedichten aus dem „Böhmischen Jahrmarkt“ von Christian Morgenstern ausgesucht und erweckte sie mit ihrer einzigartigen Lesart zum Leben.

Und so reihte sich auch die Matinee zum Geburtstag des Fördervereins nicht nur nahtlos in die zahlreichen Veranstaltungen der Bücherei ein. Die Feier machte auch Lust auf die weiteren Termine im Jubiläumsjahr.

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