Baesweiler - „O‘Zapft is“ beim beliebten Seniorenabend

„O‘Zapft is“ beim beliebten Seniorenabend

Von: Margret Nußbaum
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Die Seniorenbeauftragte Christiane Hanek (links) und Sozialamtsleiterin Angelika Breuer freuten sich über einen gelungenen Seniorenabend. Getreu des Mottos „O‘Zapft is“ erschienen sie im Dirndl.
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Die drei ältesten Besucher sind Stammgäste beim Seniorenabend: (v.l.) Kathi Mirbach, Werner Martin und Magdalene Mohr.

Baesweiler. Geschäftiges Treiben im Küchen- und Servicebereich der großen Sporthalle des Gymnasiums: Insgesamt 32 Damen der AWO-Baesweiler, der evangelischen Frauenhilfe Baesweiler und den katholischen Frauengemeinschaften und -gruppen aus Baesweiler, Oidtweiler, Beggendorf, Setterich und Loverich-Floverich waren einen ganzen Abend lang im Dauereinsatz: Gläser befüllen, servieren, wieder einsammeln, spülen, Essen auftragen.

Ohne die hilfsbereiten Damen sowie die tatkräftige Unterstützung der Baesweiler Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, des städtischen Bauhofes sowie der Verwaltungsmitarbeiter wäre eine Großveranstaltung wie der beliebte Unterhaltungsabend im Rahmen der Woche der Senioren nicht denkbar. Bürgermeister Willi Linkens verteilte bei der Begrüßung der mit 500 Besuchern voll besetzten Halle wohlverdiente Komplimente – vor allem auch an die Sozialamtsleiterin Angelika Breuer und die Seniorenbeauftragte Christiane Hanek.

Die beiden – passend zum Motto des Abends „O’Zapft is“ in fesche Dirndl gekleidet – hatten in den Wochen zuvor alle Hände voll damit zu tun, das Fest zu organisieren und Unterhaltungskünstler zu verpflichten: die Theatergruppe Beggendorf mit den Sketchen „Arztpraxis“ und „Verkehrskontrolle“, die Partysängerin Marina Kirsten mit Songs á la Andrea Berg und das Bläserensemble „Das ist Musik“, das für bayerische Stimmungsmusik sorgte.

Willi Eckers, der frühere Leiter des Sozialamtes, war in diesem Jahr zum ersten Mal als Gast dabei. „Den Abend, den ich vor meiner Pensionierung immer mit organisiert habe, kann ich nun als Pensionär in vollen Zügen genießen“, sagte er. „Ich muss den Hut ziehen vor meinen Nachfolgern. Sie geben ihr Bestes und haben im Vorfeld Großartiges geleistet.“ Ein wenig Sorge, dass mal nicht alles wie am Schnürchen läuft und Pannen passieren, habe man als Verantwortlicher immer gehabt.

Eckers, der sich den bayerischen Brotzeitteller schmecken ließ, kramte gern in der Erinnerungskiste und zog auch diesmal prompt eine lustige Begebenheit heraus: „Wir hatten einmal vor dem Veranstaltungsgebäude die Baesweiler Flagge mit dem Löwen gehisst. Als unser Bürgermeister kam, fiel ihm – übrigens als einzigem – auf, dass der Löwe nach links und nicht nach rechts schaute. Das musste natürlich sofort korrigiert werden. Denn Baesweiler ist ja eine CDU-regierte Stadt.“

Gefreut habe er sich immer über die positive Resonanz des Seniorenabends. „Wenn ich ältere Menschen auf der Straße traf, sprachen sie mich an und bedankten sich noch einmal. Das hat gut getan.“ Das fand auch die junge Seniorenbeauftragte Christiane Hanek: „Es ist viel Arbeit, das Ganze zu stemmen, aber man bekommt immens viel an Lob zurück“, sagte sie. „Wenn ich in die strahlenden Gesichter der älteren Menschen am heutigen Abend schaue, weiß ich, dass die Mühe nicht umsonst war.“

Sichtliche Freude bereitete dem Bürgermeister die Ehrung von drei Altersjubilaren. Die beiden ältesten Damen im Saal waren – mit 92 Jahren – Kathi Mirbach und Magdalene Mohr, der älteste Herr mit 89 Jahren Werner Martin. Die drei genossen das Bad in der Menge sichtlich. „Ich kenne hier jeden“, sagte Kathi Mirbach. „Denn ich bin dabei, seit es diese tolle Seniorenveranstaltung gibt.“ Und Magdalene Mohr betonte: „Ich war immer sehr lebenslustig und bin es auch heute noch. Wer zu Hause hocken bleibt, altert schnell. Von daher fühle ich mich blutjung.“

Werner Martin erzählte: „Ich stamme aus Bamberg und lebe seit 1948 in Baesweiler. Hier bei der Seniorenveranstaltung fühle ich mich wie in meiner alten Heimat Bayern. Das gefällt mir ausgesprochen gut.“ Darauf, dass seine Lederhose bereits 60 bis 70 Jahre alt ist, ist der Senior besonders stolz. „Ich bin noch genauso schlank und fesch wie damals“, lachte er.

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