Nun sind die Bürger gefordert

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:

Würselen. Erste Projektphase des Integrativen Handlungskonzepts für die Innenstadt ist erarbeitet. Zentrale Themen für Würselen stehen fest. Voraussetzung für Aufnahme in die Städtebauförderung des Landes NRW.

Im April hatte der Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss Würselen den Auftrag zur Erstellung des Integrativen Handlungskonzeptes für die Innenstadt der Deutschen Stadt- und Grundstücks-Entwicklungsgesellschaft (Bonn) erteilt. Mittlerweile ist die erste Projektphase, „die funktionale und städtebauliche Bestandsanalyse und -bewertung“, bearbeitet.

Die ersten zentralen Themenfelder, die sich bisher ergeben haben, stellte der DSK-Gebietsleiter NRW, Rainer Kalscheuer, dem zuständigen Ausschuss in der jüngsten Sitzung vor: „Bei der Konzepterarbeitung kommt der Bürgerbeteiligung eine besondere Bedeutung zu.“

Deshalb soll in nächster Zeit im Rahmen der Bestandsbewertung eine Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung nach der Entscheidung des Rates über den Gesamtschul-Standort am 29. September durchgeführt werden. Durch das Bürgerforum wird – so Technischer Beigeordneter Till von Hoegen – „ein mehrjähriger Prozent zur Stadtentwicklung unter Beteiligung der Bürger eingeleitet“.

Das Integrierte Handlungskonzept ist Voraussetzung für eine Aufnahme in die Städtebauförderung des Landes NRW und die „programmjahrbezogene“ Beantragung von Fördermitteln. Es ist damit der Einstieg in einen mehrjährigen Erneuerungsprozess und bildet die konzeptionelle Grundlage für die Umsetzungsphase.

Auf der Basis der bisher gewonnenen Erkenntnisse werden bereits erste zentrale Themenfelder für die Innenstadt Würselen – vier an der Zahl – deutlich, die Rainer Kalscheuer detailliert in der Sitzung darstellte. Zunächst wird es um die Ertüchtigung kommunaler Gemeinschaftseinrichtungen gehen, wobei die Entscheidung über die künftigen Schulstandorte eine wichtige Rolle spielen werde.

Ob der bereits in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in der Innenstadt und damit eines überwiegend attraktiven öffentlichen Raums zeigen sich – so Rainer Kalscheuer – lediglich punktuell Handlungsoptionen im Hinblick auf Gestaltungs- und Aufwertungsmaßnahmen. Neben der Überprüfung von Plätzen (z.B. Lindenplatz) und deren Qualitäten als Aufenthalts-, Kommunikations- und Bewegungsräume gehe es zudem auch um die Überprüfung der Wegeverbindungen im Innenstadtbereich.

Kahlscheuer führte weiter aus, dass die öffentlichen Investitionen in die Erneuerung der öffentlichen Räume und Infrastrukturen mit privaten Investitionen in der Bestandsentwicklung einhergehen müssten.

„Nur durch das Zusammenspiel von privaten und öffentlichen Investitionen ist eine positive und attraktive Entwicklung und damit nachhaltige Verbesserung des Erscheinungsbilds der Innenstadt erreichbar.“ Die Realisierung von Einzelmaßnahmen zur Beseitigung von Gestaltungsdefiziten im Gebäudebestand sowie von Leerständen und Sanierungsdefiziten hingen maßgeblich von der Bereitschaft der Immobilien-Eigentümer ab. Kalscheuer: „Die Mobilisierung der Eigentümer für private Modernisierungsmaßnahmen hat daher eine zentrale Bedeutung.“

Die Konzepterarbeitung soll bis Mitte 2016 abgeschlossen werden, um in der zweiten Hälfte 2016 einen „qualifizierten Grundförderantrag und ersten „programmjahrbezogenen“ Förderantrag vorlegen zu können.

Von einer interessanten Analyse sprach SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers. Sie habe gezeigt, wo noch Potenziale sind. „Wir wollen mit euch zusammenarbeiten“, lud CDU-Sprecher Sven Schmitz die Bürger ein.

Dass die öffentliche Förderung von privaten Maßnahmen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sei, gab UWG-Fraktionsvorsitzender Theo Scherberich zu bedenken. Er befürchtete, dass durch das Konzept Wünsche geweckt werden, die nicht erfüllt werden können.

Dagegen ging Grünen-Fraktionsvorsitzende Dr. Renate Knauf das Programm optimistisch an. „Wir freuen uns auf die Gespräche mit den Bürgern.“ Dass die vielen Maßnahmen nicht alleine zu meistern sein werden, sagte auch der FDP-Chef: „Wir sprechen nur Empfehlungen aus. Der Rat muss sich dann in dem einen oder anderen Punkt entscheiden.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert