Notunterkunft in Baesweiler ist vorbereitet: 60 Flüchtlinge erwartet

Von: Stefan Schaum
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Blick in die Unterkunft: 60 Betten sind für die Erstaufnahme der Flüchtlinge aufgestellt worden. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Die Vorbereitungen sind beendet. Alle Betten stehen bereit, Laken und Kissen liegen verpackt in Plastikhüllen darauf. Dort, wo der Geräteraum der Turnhalle der ehemaligen Lessingschule war, gibt es lange Tischreihen, daneben einen weiteren Notausgang.

Vermutlich Mitte nächster Woche werden Menschen kommen und hier leben. Mit 60 Flüchtlingen wird gerechnet. Die Halle ist, was sie ist: eine Notunterkunft. Für Menschen in der Erstaufnahme die machbare Lösung. Doch habe die Stadt alles daran gesetzt, die Rahmenbedingungen so gut wir irgend möglich zu gestalten, betonte Bürgermeister Dr. Willi Linkens am Freitag vor Ort.

Dass es keine Feldbetten sind, in denen die Flüchtlinge wie in den meisten Unterkünften schlafen werden, ist einem Hotel am Aachener Kreuz zu verdanken, das Betten gespendet hatte. Auch für Möbel und Matratzen fanden sich Sponsoren. „Hier ist in der Kürze der Zeit ein sehr vorzeigbarer Raum für die Flüchtlinge entstanden“, sagte Gregor Jansen, Dezernent der Städteregion Aachen, in deren Verantwortung die Unterkunft liegt. Betrieben wird sie vor Ort vom Deutschen Roten Kreuz.

Man hofft, dass sich auch in Baesweiler Ehrenamtler finden, die unterstützen. Dolmetscher, Begleiter bei Arztbesuchen, Menschen, die die Freizeit der Flüchtlinge mitgestalten möchten. „Es ist toll, dass sich allerorts viele für die Kinder unter den Flüchtlingen engagieren. Aber noch schwieriger ist die Situation für die Erwachsenen. Die Kinder passen sich schnell an – aber die Erwachsenen realisieren ihre Lage, die brauchen Beistand“, wirbt Axel Fielen, stellvertretender DRK-Kreisgeschäftsführer, um weiteres Engagement.

In Baesweiler kommt es zur Kooperation der Hilfsdienste, denn auch der Malteser-Jugendtreff – nur 50 Meter neben der Halle gelegen – wird genutzt. Dort werden Flüchtlinge gleich nach der Ankunft ärztlich betreut, später wird das Mittagessen in diesem Gebäude serviert. Die Ferienspiele, die dort während der Herbstferien hätten stattfinden sollen, wurden verlegt. „Dazu haben wir in der Barbaraschule geeignete Möglichkeiten gefunden“, sagte Bürgermeister Willi Linkens am Freitag. Auch die Sportler, die die Turnhalle nutzen, haben neue Trainingsorte. Linkens rechnet mit hoher Akzeptanz und großer Unterstützung der Flüchtlinge. Zwar gibt es einen Sicherheitsdienst, der vor allem nachts das Gebäude im Blick hat – doch wird der Zugang nicht von Zäunen umgeben sein. Linkens: „Wir wollen Offenheit pflegen.“ Und das gilt nicht bloß räumlich.

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