Nordkreisforum: Innere Sicherheit abendfüllend diskutiert

Von: Christoph Hahn
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Machte Station in Bardenberg: Peter Biesenbach, Innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion in Düsseldorf, erläuterte ausführlich seine Positionen zum Thema „Innere Sicherheit“. Foto: Christoph Hahn

Würselen. Vielleicht lagen noch ein paar Zentimeter neben ihnen, mehr aber sicher nicht: Ganz nahe kamen sich Politiker sowie treue Parteimitglieder und Neugierige beim „Nordkreisforum“ der CDU zum Thema „Innere Sicherheit“.

In der intimen, gediegen rustikalen Atmosphäre der Gaststätte Kohlberg an der Dorfstraße in Bardenberg entstand eine sehr dichte Atmosphäre, in der, moderiert vom Landtagskandidaten Hendrik Schmitz aus Puffendorf, der Unions-Innenpolitiker Peter Biesenbach (Hückeswagen, Bergisches Land) sowie der Vorsitzende des Bezirksverbands Aachen im Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Kurt Bültmann, mit einander und den Zuschauern diskutierten.

Schon bevor sich Schmitz, Biesenbach und Bültmann zum Talk um einen Tisch gruppiert hatten, ordnete der Bardenberger CDU-Vorsitzende Lutz Schumacher die Veranstaltung in den politischen Zusammenhang ein: „Das ist ein Thema, das uns alle interessiert.“ Und auch Peter Biesenbach, sondern durch seine häufige Fernseh-Präsenz so etwas wie der Stargast des Abends, hieb in die selbe Kerbe: „Das Thema ist abendfüllend.“

Sprach‘s und lotete sofort die diversen Untiefen der Inneren Sicherheit aus. No-Go-Areas, in die sich kein Mensch mehr hinein traut, das Organisierte Verbrechen sowie im „kleinen“ Bereich eine Vielzahl Einbruchsdelikten und Auto-Diebstählen – in diesen und noch anderen Punkten sieht der innenpolitische Sprecher seiner Fraktion im NRW-Parlament die Innere Sicherheit gefährdet.

Seine Ausführungen würzte der studierte Jurist nicht nur gelegentlich mit mehr als einer Prise Sarkasmus. Zum organisierten Verbrechen etwa bemerkte Biesenbach mit Blick auf die dem zu Grunde liegenden Clans vor allem libanesischer Herkunft: „Um Nachwuchs brauchen sich diese Familien nicht zu kümmern – 80 Prozent von ihnen haben keinen Schul- oder Berufsabschluss.“

Und zu gewaltbereiten Salafisten wie den Ressourcen, die diesen Personen im Internet zur Verfügung stehen, bemerkte der Gast nur: „Früher gab es das nur auf Arabisch. Inzwischen gibt es feinste Webseiten auf Deutsch mit Bastelanleitungen für Bombenbauer.“

Dagegen wollen Biesenbach und seine politischen Mitstreiter mit wesentlich mehr Polizisten begegnen, denn: „Es gibt 3200 Polizeibeamte weniger als 1995.“

Gewerkschafter Bültmann („43 Jahre Polizei- und 37 Jahre Kriminalbeamter – und nur noch anderthalb Jahre vom Ruhestand entfernt“) legte einen ebenso sachlichen („So richtige Angsträume haben wir in der Region Aachen noch nicht“) wie kritischen Ton („Mir fehlt die Anerkennung der Arbeit; mir fehlt, dass man mich fragt: Was brauchst du denn überhaupt?“) an den Tag.

Mit Peter Biesenbachs Vorschlag, den Polizeidienst auch für Bewerber mit Mittlerer Treife zu öffnen, war der Aachener voll und ganz einverstanden: „Wir müssen nicht unbedingt Abiturienten haben.“ Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei im Übrigen noch immer ein Problem: Während es mit den belgischen Kollegen mustergültig klappe, finde, was die niederländischen Ordnungshüter betreffe, „so gut wie gar nicht statt.“

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