Nightwash ist schon längst Kult geworden

Von: km
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Locker-flockiger Moderator: „Knacki” Deuser hatte auf Burg Wilhelmstein nicht nur Schaumblasen fest im Griff. Foto: Katrin Maiwald

Würselen. „Ich weine schon den ganzen Abend”, gibt Hannes Arnolds zu. Doch es sind keine Tränen der Trauer. Im Gegenteil. Es sind Träner vor Lachen des Zuschauers. Köstlich amüsante Stand-up Comedy präsentierte unlängst „Nightwash” auf Burg Wilhelmstein.

Insgesamt fünf Comedians boten ein geistreiches und buntes Programm von Alltagsthemen über politische Probleme bis hin zu persönlichen Geschichten. So zum Beispiel Sven Hieronymus, der sich selbstironisch über sein eigenes Aussehen lustig machte: „Ich weiß, was ihr jetzt denkt? Mann, ist der hässlich!”

Seine ausgefransten, strohblonden Haare zog er urkomisch durch den Dreck oder befasste sich mit der Weicheirolle von „Leonardo di Capri-Sonne” in Titanic mit der Kritik daran, dass er sich armselig am Holzbrett festhalte und zittere: „Ich kann mich in einem Katastrophenfilm doch nicht so gehen lassen! Bruce Willis hätte in der Hauptrolle gefragt, ob es das Wasser auch in Kalt gibt.”

Zugegeben: Die angesprochenen Themen waren wenig aktuell, doch das störte an dem Abend nicht weiter. Alle Comedians unterhielten das Publikum auf professionelle Weise mit persönlich gefärbtem Stil, agierten ausdrucksstark und präsentierten eine abwechslungsreiche sowie geistvolle Show.

Der kontinuierliche Künstlerwechsel wirkte dabei erfrischend. „Es ist toll, dass Nightwash immer neue Künstler zu bieten hat, die überraschend sind und abwechslungsreiche Inhalte präsentieren”, ließ sich eine Stimme aus dem Publikum vernehmen.

So thematisierte Sebastian Pufpaff altbekannte Ehe-Konversationen. Auf die Frage seiner Frau, ob sie dick sei, antwortete er gerne: „Schatz, jedes gute Stück Fleisch hat auch einen Fettrand.”

Nightwash gibt es seit elf Jahren als Live-Veranstaltung in einem Kölner Waschsalon und ist mit regelmäßig neuen Folgen im Fernsehen in Einsfestival zu sehen. Zu der Philosophie des Comedyformats gehört die Entdeckung und Förderung neuer und junger Talente. So stellt Nightwash ein Sprungbrett für neue Künstler dar

Unter anderem hatten Mario Barth oder Hennes Bender ihre ersten Fernsehauftritt bei der Show. Auch auf Burg Wilhelmstein stand ein „neues Gesicht” auf der Bühne: Luke Mockridge.

Der 21-jährige Newcomer erzählte von seinem Leid, als „Sandwichkind” aufgewachsen zu sein und behandelte Themen wie Facebook, Schulgeschichten oder Harry Potter. Und das bereits unterhaltsam. Der Erfinder von Nightwash, Klaus-Jürgen „Knacki” Deuser, führte das Publikum auf Burg Wilhelmstein als Moderator durch die Show.

Eine lockere und entspannte Atmosphäre im prallgefüllten Halbrund rundete den Abend der erheiternden Veranstaltung ab.

Einen Zusatztermin gibt es am Mittwoch, 31. August, 19.30 Uhr Uhr auf Burg Wilhelmstein.

Tickets sind unter Tel. 02404/94102, in Aachen in der Mayerschen Buchhandlung oder im Zeitungsverlag, Dresdenerstraße 3, erhältlich.
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