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Neujahrskonzert des KSO: Süßes Spiel zwischen Sänger und Musiker

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Das Kerkraads Symfonie Orkest (KSO) stand bei seinem traditionell ausverkauften Neujahrskonzert im Parkstad Limburg Theater in Kerkrade für höchsten Musikgenuss.

Kerkrade. So charmant ist Camille Schnoor sicherlich selten auf der Bühne angesprochen worden, wie beim Neujahrskonzert des Kerkraads Symfonie Orkest (KSO). Und das war auch kein Wunder, schließlich durfte der isländische Sänger Hrólfur Saemundsson mit seinem sonoren Bass in die Rolle von Mozarts „Don Giovanni“ schlüpfen und seiner in feinstem Sopran antwortenden Sangeskollegin zumindest auf der Bühne feine Avancen machen.

Auf diese Art und Weise klappte es sicherlich dem „Don Giovanni“ als Mozartsche Interpretation des „Don Juan“-Themas, seine Zahl von mehr als 1000 Liebschaften noch weiter zu steigern. Bei Publikum im wie immer ausverkauften Parkstad Limburg Theater im Zentrum von Kerkrade kam dieses süße Spiel mindestens genauso gut an, wie die musikalischen Leistungen von Gastgebern und den großartigen Gesangssolisten, die schon am Theater Aachen in früheren wie aktuellen Produktionen brillierten.

Dank der ausgefeilten Akustik kam das unter der bewährten wie hervorragenden Leitung von Manon Meijs stehende Ensemble klanglich bestens zur Geltung. So gesehen, konnte der ebenfalls ausgezeichnete Auftritt am Vorabend beim Neujahrsempfang der befreundeten Stadt Herzogenrath als bessere Generalprobe gelten. Aber das war kein Problem, denn schließlich kann die Aula des Städtischen Gymnasiums in Herzogenrath in Sachen Ambiente und vor allem auch unter klanglichen Aspekten keinesfalls mit dem Theater in Kerkrade mithalten. Und so machte die zur schönen Tradition gewachsene Einladung des KSO an junge Musiker zu ihrem Neujahrskonzert richtig Laune.

Dafür garantierte auch ein bestens aufgelegter Fer Kousen, der als charmanter Conférencier nicht nur augenzwinkernd die ein oder andere Situation in „Don Giovanni“ klärte, sondern mit leichten Worten das erläuterte, was die Musiker in langen Probenarbeiten akribisch ausgearbeitet haben. Er selbst erklärte zwar, dass es ihm sehr anstrengend schien, mehr als 1000 Damen glücklich zu machen, aber dem Publikum machten Musik, Gesang und Moderation viel Freude, denn sie konnten ein pralles Gesamtpaket erleben. So stimmte an diesem Abend einfach alles: Die Dynamik passte, das Gesamtbild drohte keinen Moment, zu kippen und zeigte immer einen harmonischen musikalischen Einklang, der den gespielten Stücken dennoch die eigene Handschrift von KSO und Manon Meijs aufdrückte. Da fiel es den begeisterten Besuchern ausgesprochen leicht, den gelungenen Start in ein musikalisches Jahr 2014 mit viel Applaus zu garnieren.

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