Neues urologisches Zentrum soll Hilfe bieten

Von: Holger Bubel
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Da schaut MZ-Klinikchef Professor Dr. Thomas-Alexander Vögeli (im Vordergrund) ganz neidisch: Seine Urologie-Kollegen Dr. Reiner Aghte (v.r.), Dr. Sterphan Wolter, Dr. Thomas Pulte und Dr. Wilhelm Wirtz lassen sich von Bauleiter Michael Bohsem (l.) den Bau ihrer neuen medizinischen Heimat erklären. Foto: Holger Bubel

Würselen. „90 Prozent aller Männer haben irgendwann mit uns Kontakt.” Nein, diese Worte sind nicht gesprochen vom Wirt einer gut laufenden Gaststätte. Diese belegte Aussage trifft Professor Dr. Thomas-Alexander Vögeli, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Medizinischen Zentrum Würselen (MZ) im Betriebsteil Bardenberg.

Und weil dieser medizinische Bereich so wichtig ist, hat das MZ jetzt indirekt „aufgerüstet”.

Die niedergelassenen Urologen in Alsdorf, Herzogenrath und Würselen haben sich nämlich im vergangenen Jahr bereits zu einer großen Gemeinschaftspraxis zusammengeschlossen und errichten derzeit im Schatten des Bardenberger Wasserturms auf dem MZ-Terrain ihr neues Zuhause.

Die Mediziner des Fachgebiets Urologie, Thomas Pulte, Stephan Wolter, Wilhelm Wirtz sowie Reiner Aghte, werden dann noch enger, als das bisher bereits der Fall war, mit der urologischen Klinik, deren Chef Prosessor Vögeli ist, in unmittelbarer Nachbarschaft zusammenarbeiten.

„Das wird menschliche und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen”, erklärt Dr. Thomas Pulte, „von der Diagnostik bis zur Nachsorge werden die Patienten ganz unmittelbar von der engen Kooperation profitieren.”

Gleicher medizinischer Standard

So fielen etwa Doppeluntersuchungen gänzlich weg und Behandlungen - insbesondere in der Nachsorge - können bei gleichem medizinischen Standard ambulant in der Gemeinschaftspraxis durchgeführt werden. Durch eine gemeinsame Standardisierung von Prozessen bei vielen Krankheitsbildern reduziert sich der Behandlungsaufwand für den Patienten.

Und: „Es ist schon etwas anderes, ob ein Patient von unserer Praxis aus die zwanzig Meter über den Parkplatz gehen muss, oder ob er mit Auto oder Bus von Herzogenrath oder Würselen zu weiteren Untersuchungen oder zur stationären Behandlung, die urologische Klinik anbietet anreisen muss”, verdeutlicht Dr. Pulte die Idee der kurzen Wege.

Pulte selbst und Dr. Stephan Wolter haben zudem mehrere Jahre an der MZ-Klinik praktiziert, kennen Abläufe und Standards der Abteilung von Prof. Vögeli. Und sie sind selbst Operateure.

„Für den Patienten bedeutet das, dass sie sich nicht auf andere Ärzte umstellen muss, denn notwendige Operationen nehmen wir in der Klinik selbst vor, machen auf der Station Visite und sind persönlich für die Nachbehandlung da”, erläutert Dr. Wolter. Dr. Wilhelm Wirtz und Dr. Reiner Aghte freuen sich ebenfalls auf die Zusammenarbeit mit den beiden Kollegen.

Die „alten Hasen” im Team verfügen über ein hohes Maß an Erfahrung und begrüßen die Vorteile, die mit dem Schritt von der Einzelpraxis zum gemeinschaftlichen Behandlungszentrum einher gehen.

Um eine Verzahnung von ambulanten und stationären Leistungen zu erreichen, wurden zwischen den Ärzten der „Gemeinschaftspraxis am Wasserturm” und dem MZ Kooperationsverträge geschlossen. Dazu gehört auch eine schriftlich fixierte Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, die den Urologen die Durchführung eigener Röntgenuntersuchungen ermöglicht sowie Röntgenuntersuchungen und Magnetresonanztomographie (MRT) nach neuestem Standard garantiert. „Alles zusammen ergibt die Qualifizierung zum Euregio-Prostata-Zentrum. Dieses Zertifizierung-Verfahren läuft gerade und der offizielle Titel wird schon bald spruchreif”, verrät Professor Vögeli.

Was Medizinern und Patienten recht sein kann, ist dem Ökonomen am MZ nur billig. „Neben dem äußerst positiven Effekt der qualitativ hochwertigen Versorgung werden auch die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich verbessert”, sagt MZ-Geschäftsführer Falko Rapp.

Übrigens: Eine Zweigstelle der Gemeinschaftspraxis wird es in Alsdorf geben. Die dortige Praxis von Dr. Wilhelm Wirtz wird auch weiterhin für die Patienten da sein.
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