Würselen - Neues Presbyterium eingeführt

Neues Presbyterium eingeführt

Von: Nina Krüsmann
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Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Pfarrer Harry Haller (ganz rechts) und das neue Presbyterium. Foto: Nina Krüsman
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Pfarrer Harry Haller, Leiter der Evangelischen Kirchengemeinde Würselen

Würselen. Das Wort „evangelisch“ kommt von „Evangelium“ und bedeutet „Gute Nachricht“: Eine solche hatte am vergangenen Woche auch die Evangelische Gemeinde Würselen, die ausrief: „Habemus Presbyterium!“. Zum Einführungsgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche für das neue Presbyterium, das Leitungsgremium der Kirchengemeinde, wurde es jüngst richtig voll und anschließend wurde natürlich auch ein wenig gefeiert.

 Presbyterinnen und Presbyter sind Ehrenamtliche, die jeweils für vier Jahre die „Regierung“ der Gemeinde stellen. Dabei entscheiden sie zum Beispiel über die Verteilung der Finanzen, die Beschäftigung von Mitarbeitenden sowie alle rechtlichen und geistlichen Angelegenheiten.

2011 hatte die Suche nach neuen Presbyteriumsmitgliedern begonnen. Die ursprünglich für Februar 2012 im Kirchenkreis Aachen und in der ganzen rheinischen Landeskirche angesetzte Presbyteriumswahl war in der Kirchengemeinde Würselen vor einem Jahr ausgesetzt worden, da sich nicht genug Kandidaten gefunden hatten. „Wir sind aktiv auf die Gemeindemitglieder zugegangen. Die Leute, die nun mitmachen, sind alle bekannte Gesichter, passen perfekt ins Team, sind auch sonst im Pfarralltag präsent“, sagt Pfarrer Harry Haller, der auch den Vorsitz des Presbyteriums inne hat.

Die Verteilung weiterer Ämter im Gremiums wird bei der kommenden Klausurtagung der konstituierenden Sitzung geklärt.

Eine Besonderheit gab es im Vorhinein: Das Presbyterium wurde nicht gewählt, weil nur so viele Kandidaten sich meldeten wie nötig, um das Gremium zu besetzen. Somit wurde die Wahl im ansonsten „von unten“ demokratisch geprägten und von den Gemeindemitgliedern mitbestimmten evangelischen Gemeindewesen – leider – überflüssig. „Wir suchen Leute mittleren Alters. In der Lebensmitte sind viele Männer und Frauen aber heute in einer Doppel- bis Dreifachbelastung von Beruf, Kindern und der Pflege der Eltern“, erklärt der Pfarrer, wie schwierig es ist, mittlerweile Ehrenamtler in den Gemeinden und Gremien zu finden. Schließlich bedeute die Mitarbeit im Leitungsgremium „mehr als die Teilnahme an einer Sitzung im Monat“, betont Haller, warum es schwierig ist, Ehrenamtler zu finden, die verantwortlich und verbindlich im Leitungsgremium der Kirchengemeinde mitarbeiten.

„Da gilt es vieles zu besprechen, was natürlich auch der Verschwiegenheit bedarf. Das Presbyterium ist auch für die Einstellung des Personals zuständig, für bauliche Entscheidungen. „Normalerweise ist das Amt auf vier Jahre angesetzt, das ist eine lange Zeit. Im Fall der Kirchengemeinde Würselen sind es jetzt noch drei Jahre – 2016 steht die nächste Wahl an“, schildert Haller. Neu dabei sind Margit Claussen, Jürgen Geis, Stefanie Nack und Mirjam Obermaier. Vier Mitglieder sind geblieben: Claudia Ages, Heinrich Baecker, Gisela Voigt und Dr. Matthias Wendt. Mitarbeiter-Presbyterin ist die Jugendleiterin der Gemeinde Dorothea Schui. Sie alle prägen den Gemeindealltag mit, übernehmen Aufgaben, neben der Arbeit in verschiedenen Ausschüssen zum Beispiel auch Begrüßung und Moderation oder Lesung. Die 72-jährige Rentnerin Gisela Voigt möchte als Presbyterin weiterhin an den Stellen Dienst tun, an denen sie früher gearbeitet hat. „Ich möchte die Vision ‚Stützen und Stärken‘ verfolgen und die Seniorenarbeit unterstützen. Außerdem wünsche ich mir die bessere Einbindung von Eltern mit schulpflichtigen Kindern und heranwachsenden Jugendlichen.“ Die 49-jährige Dorothea Schui vertritt als Mitarbeiterpresbyterin die Belange der Mitarbeitenden im Leitungsgremium. „Mein Schwerpunkt ist die Kinder- und Jugendarbeit und ich wünsche mir, dass sich Groß und Klein in unserer Gemeinde wohlfühlen und Gemeinschaft finden.“

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