Neues Konzept orientiert sich an Bedürfnissen der Jugendlichen

Von: Anja Klingbeil
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Feste Anlaufstellen und Mobile Jugendarbeit: Stephanie Lummerich und Hartmut Krombholz (r.) sind nun zusätzlich neben Hans Willmer als Streetworker Ansprechpartner für die Jugendlichen. Foto: Anja Klingbeil

Alsdorf. Neue Wege geht das Alsdorfer Jugendamt in Sachen Streetwork und Mobile Jugendarbeit. Seit dem 5. Januar ist Stephanie Lummerich als Streetworkerin für die Gesamtstadt im Einsatz. Mit der Sozialpädagogin aus Aachen ist damit die lang beschlossene und dringend benötigte zweite Streetworker-Stelle besetzt worden.

Zusätzlich fungiert ab sofort Hartmut Krombholz als Streetworker sowie weiterhin Hans Willmer. Beide teilen sich jeweils zu 50 Prozent die zweite Streetworker-Stelle.

Konzentrieren wird sich Lummerich auch auf die Mädchenarbeit etwa in Brennpunkten wie Schaufenberg. „Dort konnten wir bereits eine Mädchenclique für einen Nachmittag im Pfarrheim unterbringen”, freut sie sich über erste Erfolge.

Zusätzlich wird auch das Angebot des Abenteuerspielplatzes „Hüttenhausen” im Rahmen der neuen Konzeption erweitert. Seit mehr als zehn Jahren steht der Spielplatz bereits in den Schulferien (außer den Winterferien) mit seinen pädagogisch betreuten Angeboten als Ableger der Jugendeinrichtung „Altes Rathaus” zur Verfügung.

Kein starres Konstrukt

Neben Susanne Herzog werden die Kinder und Jugendlichen im Jugendtreff und auf dem Abenteuerspielplatz an der Rosenstraße zusätzlich von Hartmut Krombholz und Hans Willmer betreut. Hüttenhausen soll in Zukunft ein breites Spektrum an Spiel-, Beschäftigungs- und Baumaterial bereithalten, welches zu jeder Zeit von den Kindern genutzt, verändert und umgestaltet werden kann.

Der städtische Jugendtreff „Altes Rathaus”, ist vor allen Dingen Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund - rund 50 Prozent der Besucher -, in erster Linie aus der Türkei und Marokko.

Mit dem kombinierten Konzept von fester Anlaufstelle und Mobiler Jugendarbeit sollen noch mehr Jugendliche erreicht werden. „Sowohl die Streetworker als auch die Jugendlichen brauchen einen festen Anlaufpunkt. Und in diesem Konzept werden mobile Einsatzbereiche und feste Punkte miteinander verbunden”, erklärte Klaus Spille, Erster Beigeordneter, in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Großer Vorteil sei dabei auch die gute Netzwerkarbeit zwischen den verschiedenen Trägern und Organen wie Polizei, Jugendamt, Ordnungsamt und freien Trägern. „Dieses Konzept ist aber kein starres Konstrukt”, wie Günther Thimm vom Jugendamt betonte.

Vielmehr wird es sich am tatsächlichen Bedarf der Kinder und Jugendlichen orientieren und sich ständig weiterentwickeln. Sie sollen maßgeblich an den Angeboten mitarbeiten und damit auch ein Stück weit Verantwortung übernehmen.

Denn Streetwork ist Lobbyarbeit für die Belange von Kindern und Jugendlichen. Der Zugang zu den Angeboten ist niedrigschwellig, so dass keine Hürden zur Teilnahme entstehen.
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