Herzogenrath - Neues Jugendmobil soll auf jeden Fall ein echter Hingucker werden

Neues Jugendmobil soll auf jeden Fall ein echter Hingucker werden

Von: eli
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Gemeinsam anpacken: Jugendlich
Gemeinsam anpacken: Jugendliche und Karosserie-Experten bauen in Herzogenrath gemeinsam ein schickes Jugendmobil aus. Foto: Elisa Zander

Herzogenrath. Lieber ein violetter Hintergrund mit Basketball? Oder doch eine blaue Fläche, über die ein Skateboarder gleitet? Die Möglichkeiten sind vielfältig, da fällt die Wahl schwer. Am Computer sehen die Jugendlichen, was theoretisch alles möglich wäre.

Sie sind beeindruckt und sicher, dass aus dem bisher noch tristen weißen Kastenwagen ein schickes Jugendmobil werden wird. Die Stadt Herzogenrath hat das „Projekt Jugendmobil” ins Leben gerufen. Die Verwaltung hat dazu einen Ford Transit gekauft, der zu einem fahrenden Jugendtreff umgebaut werden soll. Die Kosten des Um- und Ausbaus belaufen sich auf 9000 Euro. Die Idee dahinter ist, wie Oliver Krings, Teamleiter Jugend der Stadt Herzogenrath, erklärt, die aufsuchende Jugendarbeit durch das Angebot eines rollenden Jugendtreffs zu unterstützen. „Die Treffpunkte von Jugendlichen ändern sich ständig, mit dem Fahrzeug sind wir flexibel und können die Punkte anfahren.”

Krings hat das Projekt gemeinsam mit seiner Kollegin Carmelina Weinthal initiiert; das Team erfährt große Unterstützung von der Firma Lack & Karosserie Müller. Letztere hat sich bereiterklärt, den Wagen nach den Wünschen des Jugendleiter-Teams und der Jugendlichen umzubauen und verzichtet auf sämtliche Lohnkosten, die Stadt Herzogenrath muss lediglich für das Material aufkommen. „Sollte sich jedoch jemand finden, der uns beispielsweise einen Kicker zur Verfügung stellen möchte, freuen wir uns sehr”, sagt Oliver Krings. Man wolle Qualität bieten, und das ginge nur, wenn sich Firmen engagieren. „Solche Projekte können nur in gemeinsamer Hand funktionieren.”

Multimediale Ausbildung

Von Beginn an sollen die späteren Nutzer in das Projekt einbezogen werden. So haben sie ein großes Mitspracherecht, was die Innen- und Außengestaltung des Ford Transit betrifft. Angedacht sind: eine Sitzecke, wo Beratungen möglich sind, ein Spieleschrank, eine multimediale Ausrüstung. „Wir haben sogar die Überlegung, draußen am Wagen Klettergriffe zu befestigen, dass man sich auch auf das Autodach setzen kann”, erzählt Oliver Krings.

Schon 2010 entstand die Idee, Krings, der zuvor in Eschweiler als Jugendarbeiter tätig war, hat dort mit dieser Art der Jugendarbeit positive Erfahrungen gemacht. „Es ist ein vielversprechendes Modell, weil es die Realität von Jugendlichen aufgreift. Jugendliche sind flexibel und mobil, mit dem Fahrzeug können wir da Schritt halten.”

Spätestens 2013 wollen die Jugendleiter mit dem Fahrzeug auf die Straßen gehen. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür der Werkstatt werden die Jugendlichen mit den Profis an dem Wagen arbeiten. Zuschauer sind eingeladen, am Sonntag, 17. Juni, zwischen 11 und 18 Uhr vorbeizuschauen.

Willkommene Verstärkung

Derzeit beteiligen sich sieben Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren an dem Projekt, sie haben zahlreiche Ideen erarbeitet und diese mit der Profis der Firma Müller besprochen.

Interessierte Jugendliche sind willkommen, sich zu engagieren. Sie können sich mit Oliver Krings unter der Telefonnummer 02406/83147 in Verbindung setzen.
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