Herzogenrath - Neues Hallenbad soll im Dezember 2018 öffnen

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Neues Hallenbad soll im Dezember 2018 öffnen

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
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Geschlossen und abgeschaltet: Eine Sanierung des bestehenden Bads wäre über zwei Millionen Euro teurer als der geplante Neubau. Foto: Bienwald

Herzogenrath. Sie ist auf dem Weg, die Projektskizze für den „Innovativen Ersatzneubau Hallenbad Zellerstraße“. Inklusive Beleg, dass ein Neubau (6,1 Millionen Euro) wirtschaftlicher als eine Sanierung (8,15 Millionen Euro) des maroden derzeitigen Baus ist.

Jetzt kann auch noch der dazu nötige Stadtratsbeschluss nachgereicht werden an das zuständige Landesministerium: Unter der Voraussetzung einer Förderbewilligung im Zuge eines Investitionsprogramms des Bundes zwecks Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur erfolgte das Votum einstimmig.

Dr. Bernd Fasel legte als Fraktionschef der Grünen zwar noch einmal dar, sich lieber ein zukunftsorientiertes Bad an zentralem Standort gewünscht zu haben, da die Stadt Herzogenrath langfristig wohl kaum in der Lage sei, zwei Bäder zu unterhalten. Doch die derzeitige Chance durch das neu aufgelegte Förderprogramm gelte es wahrzunehmen.

Niedrigst-Energie-Bauweise

Für Kommunen in der Haushaltssicherung verspricht der Fördergeber sogar eine Höchstsumme von vier Millionen Euro. Will heißen: Der Eigenanteil für den avisierten und am Simmerather SimmBad gemusterten Bau betrüge dann „nur“ noch 2,1 Millionen Euro.

Angestrebt sind Kriterien der Niedrigst-Energie-Bauweise, die zu einem energetischen Vorteil von 42 Prozent bei der Heiz- und Stromenergie führen soll. Dazu kommt ein optimierter Wasserverbrauch, unter anderem durch effiziente Armaturen, die Weiterverwendung von Brauchwasser und die Nutzung von Regenwasser.

Mit Volldampf, wie der zuständige Technische Beigeordnete Ragnar Migenda darlegte, habe sein Fachbereich an der Formulierung des Förderantrags gearbeitet, um die knapp bemessenen Fristen einhalten zu können.

Ausführlich beschreibt die Projektskizze, dass das Hallenbad Kohlscheid bis zu seiner baulich bedingten Schließung ein „besonders von Jugendlichen, Familien und Senioren sehr gut angenommenes Familienbad“ mit Lehr- und Kleinkinderbecken gewesen sei, das auch von acht Kindergärten, vier Grund- und drei weiterführenden Schulen sowie vier Schwimmsportvereinen mit insgesamt rund 1400 Mitgliedern genutzt worden sei.

Die Zahl der jährlichen Besucher wird auf 100.000 beziffert, zu denen auch viele Mitarbeiter ortsansässiger Firmen gehört hätten.

Integration und Inklusion

Im weiteren betont die Verwaltung die städtebauliche Einbindung in den Stadtteil Kohlscheid mit seinen 19.000 Einwohnern, davon 2155 unter 14 und 4041 über 65 Jahre alt. 1700 Ausländer aus 92 Nationen leben hier. Darunter erst kürzlich zugezogene Flüchtlingsfamilien, denen das Bad besondere Kontaktmöglichkeiten bieten könnte, womit es „eine wichtige Funktion bei der Eingliederung in den Stadtteil“ erfüllen könnte.

Überdies komme ihm für das Konzept der nahe gelegenen Gesamtschule mit dem Schwerpunkt Sport „essenzielle Bedeutung“ zu. Auch in punkto Inklusion soll das neue Bad vorbildlich sein, niveaufrei, mit „selbst erklärenden Wegen“, guter Beleuchtung und Beschilderung sowie mit gut ertastbaren Bodenbelags- und Wandstreifen sowie Ein- und Ausrutsch-Vorrichtungen an den Schwimm- und Badebecken.

Ragnar Migenda schilderte mit Blick auf die Architektur des Ersatzbaus eine ausgeklügelte Anordnung dreier abtrennbarer und daher energetisch günstig darstellbarer Räume für unterschiedliche Nutzungen rund um einen zentralen und deswegen „wenig personalintensiven“ Aufsichtsbereich.

Auf städtischem Grund gegenüber dem alten Bad soll der Neubau errichtet werden. Klappt alles wie geplant, könnten die Schwimmer ab Ende Dezember 2018 hier ihre Bahnen ziehen. 500.000 Euro sind für den Abriss des bisherigen Gebäudes einkalkuliert. „On Top“, so führte Migenda aus, kämen rund 50.000 Euro zur Verdichtung des Neubauuntergrunds am Rande einer „Schachtschutzzone“.

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