Neues Bett für zwei Gewässer

Von: vm
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Alsdorf. Das Schaufenberger Fließ und der Schleibach sollen nach Plänen des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) renaturiert, beziehungsweise wieder zu „echten Bächen“ gemacht werden.

Ziel ist nicht nur der Hochwasserschutz, sondern auch, den Gewässern wieder ein natürlicheres Profil zu geben und die ökologische Vielfalt zu erhöhen. Zum Teil verlaufen die beiden Gewässer in Straßengräben oder verschwinden über Gullydeckeln in der Kanalisation.

Wie Thorsten Schulze-Büssing im Stadtentwicklungs-Ausschuss berichtete, hat das Schaufenberger Fließ an der L240 kurz vor Bettendorf bei starken Regenfällen nicht nur Ackerflächen, sondern auch die Landstraße unter Wasser gesetzt. Der Durchlass unter der Landstraße weise Risse auf und der Auslaufbereich sei unterspült, das könne dazu führen, dass der Durchlass einbricht, so Schulze-Büssing. Das Gewässer „entspringt“ in einem Regenrückhaltebecken in Schaufenberg und mündet in Freialdenhoven in ein solches. Laut Schulze-Büssing bemüht sich der WVER derzeit um eine Genehmigung bei der Städteregion Aachen und hofft 2016/17 mit den Baumaßnahmen beginnen zu können.

Der Schleibach macht seinem Namen wenig Ehre. Teils fließt er durch Gräben, teils ist er gar nicht zu sehen. An seinem Ende mündet er kanalisiert in den Broicher Bach. Schwierigkeiten macht er beispielsweise an einem Reiterhof, wo er bei Starkregen den Platz überschwemmt und an der besagten Mündung am Tierpark. Dort staut sich zeitweise auch das Wasser auf der Straße. Auf Würselener Gebiet soll er nach Flurbereinigung und Grunderwerb mehr Raum erhalten, an Schloss Ottenfeld, an der B 57, soll er laut Erfried Lorenz vom WVER aus dem Straßengraben raus und auf die andere Straßenseite in ein eigenes Bachbett verlegt werden. „Die Mündung soll außerdem naturnah gestaltet werden“, so Lorenz weiter.

Am 30. Juli war die Maßnahme planfestgestellt worden, der Förderantrag ist bei der Bezirksregierung Köln gestellt. Wenn alles gut läuft, könnte das Projekt Mitte nächsten Jahres umgesetzt werden. Baudauer: voraussichtlich ein Jahr.

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