Alsdorf - Neues Angebot der „Sozialen Stadt“: Rikschafahrten für Senioren

Neues Angebot der „Sozialen Stadt“: Rikschafahrten für Senioren

Von: nt
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Sie hoffen auf viele Ehrenamtliche, die Interesse haben, Senioren mit der Rikscha durch die Innenstadt zu fahren: (sitzend, v.l.) Kathrin Michels, Sozialpädagogin des Freiwilligenzentrums der Caritas, Ursula Siemes, Leiterin des Quartiersmanagements „Soziale Stadt Alsdorf-Mitte“, sowie Georg Hamm, Ideengeber und ehrenamtlicher Rikschafahrer, und Günter Thimm, städtischer Vertreter für den Verein ABBBA. Foto: Nadine Tocayi

Alsdorf. Senioren, die in Alsdorf-Mitte leben, aber nicht mehr gut zu Fuß sind, fällt der Gang durch die Stadt oft schwer. Für manche ist es gar unmöglich, durch die Straßen zu schlendern und am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Um das zu ändern, hat das Freiwilligenzentrum des Caritasverbands für die Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land gemeinsam mit dem Verein ABBBA eine Seniorenrikscha angeschafft, die älteren Menschen die Möglichkeit bieten soll, wieder mobil zu werden. Gefördert wurde das Projekt durch Mittel des Verfügungsfonds „Mitwirkung und Beteiligung“ im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“.

Zwei Personen können auf dem Sitz des Beiwagens Platz nehmen. Gesichert ist man während der Fahrt durch einen Anschnallgurt. Die Idee, ein solches Rad anzuschaffen, stammte von Georg Hamm, der in seinem Urlaub am Bodensee solch eine Rikscha sah. „Ich fand, dass das eine gute Möglichkeit ist, um Senioren zu unterstützen, deshalb habe ich das in meinem Umfeld weitererzählt“, erklärt er. Durch private Kontakte wurde Kathrin Michels vom Freiwilligenzentrum darauf aufmerksam, die Planungen für das Projekt begannen.

Mittlerweile besteht sogar schon eine Kooperation mit der Seniorenwohnanlage „An der Stadthalle“. Momentan gibt es mit Georg Hamm jedoch nur einen, der mit dem knapp einen Meter breiten Rad durch die Stadt fahren kann. „Jetzt brauchen wir dringend noch mehr Leute, die Interesse an einem Ehrenamt haben“, so Michels.

„Rikscha-Führerschein“

Nach einer Einweisung in Theorie und Praxis können Interessierte eine Art „Rikscha-Führerschein“ machen. Da das Fahren mit dem Fahrrad durch einen Elektromotor unterstützt werde, sei „weniger Kraft, und mehr Geschick“ notwendig, wie Hamm erklärt.

In Zukunft soll die Seniorenrikscha auch für private Zwecke kostenlos ausgeliehen werden können, um zum Beispiel betagten Verwandten mit einer Spazierfahrt eine Freude zu machen.

Damit die Ausleihe auch am Wochenende möglich gemacht werden kann, wird aktuell nach einem Stellplatz gesucht, der auch zugänglich ist, wenn der derzeitige Standort, die Luisenpassage, geschlossen ist.

Personen, die Interesse haben, mit der Rikscha ehrenamtlich Senioren durch die Alsdorfer Innenstadt zu fahren, oder sie ausleihen möchten, können sich telefonisch an Kathrin Michels, Telefon 02404/5995914, oder Ursula Siemes von „Soziale Stadt Alsdorf-Mitte“, Telefon 02404/599590, wenden.

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