Neues Angebot der Jugendkunstschule „Aber Hallo”

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
hallo_linsel_bu
Schöne Töne: Darum geht es bei der musikalischen Früherziehung, die Kunstpädagogin Katharina Linsel bei „Aber Hallo” anbietet. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Heute mal mit Holz hantieren? Kein Problem. Oder lieber malen, flechten, kleben, schnippeln? Auch das ist möglich. An eine Grenze in puncto Material und Technik werden kleine Talente im „Kunstkinder-Atelier” kaum stoßen. Werkzeuge finden sich zuhauf in den Regalen.

In dem neuen Angebot bündelt die Jugendkunstschule „Aber Hallo” alte Stärken und schafft damit eine neue Flexibilität.

Erlaubt ist, was gefällt - so könnte man das Atelier überschreiben. „Bislang gab es in der Regel Schwerpunkte in den Kursen. Da waren immer Themen, zu denen die Kinder mit bestimmten Materialien gearbeitet haben”, sagt Kunstschulleiter Claus Jürgen Klüglich. Solche Vorgaben gibt es im neuen Atelier nicht. In etlichen Boxen, Regalen, Schubladen finden die Kinder Dinge, mit denen sie völlig frei hantieren können. Wer töpfern mag, der kann das tun.

Wer ein Aquarell malen möchte, findet dazu passende Leinwände und Pinsel. Nicht nur in dieser Hinsicht sind die Kinder völlig frei. Auch bei den Öffnungszeiten des Ateliers geht es recht flexibel zu. Drei Nachmittage pro Woche stehen den Kindern zur Verfügung. Und zwar parallel in der Alsdorfer und in der Baesweiler Werkstatt.

Welche der beiden die Kinder wann besuchen, können sie entscheiden. Und ob sie dreimal pro Woche kommen oder nur einmal - auch das steht ihnen frei. „Freiwilligkeit steht ganz oben”, sagt Klüglich, „die Kinder sollen kommen, wenn sie Lust haben.”

Nicht beliebig

Trotz solcher Freiheit sei das Angebot nicht beliebig. Klüglich: „Die Offenheit ermöglicht es, sehr intensiv mit verschiedenen Techniken zu arbeiten, viele neue Dinge kennenzulernen.” Deshalb soll jedes der Kinder einen „Kunstkinder”-Pass bekommen, im dem es etliche Felder gibt. Hat ein Kind eine Technik ausprobiert, gibt es dafür einen Stempel. So wird die Lust geweckt, sich möglichst vielseitig und in vielen Bereichen zu probieren.

Betreut wird das Atelier auch von Katharina Linsel. Die 26-jährige Kunstpädagogin ist seit Februar die zweite hauptamtliche Kraft bei „Aber Hallo”. Während ihres Studiums hat die gebürtige Berlinerin bereits in Museen mit Kindern gearbeitet.

Auch in der musikalischen Früherziehung möchte die ausgebildete Gitarristin Akzente setzen. „Kinder an die Musik heranzuführen und sie mit allen Sinnen Töne entdecken zu lassen”, nennt sie das Ziel. „Es geht ja nicht darum, ein Instrument zu erlernen.” Es geht um Offenheit, um Kreativität. Denn auch hier gilt: es muss ganz flexibel sein.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert