Neuer Träger von „Maria Hilf” denkt schon an Ausbau

Von: Daniel Gerhards
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Pfarrer Hermann Küppers (M.) überreicht für die Pfarrgemeinde St. Andreas den Geschäftsführern der CTW, Gábor Szük (r.) und Bernd Koch, eine Abschrift der Haus-Gründungsurkunde. Foto: Daniel Gerhards

Setterich. Mit einem Wechsel der Trägerschaft einer Pflegeeinrichtung sind bei Bewohnern und Personal oft Ängste verbunden. Gerade wenn der bisherige Träger aus der unmittelbaren Umgebung kommt. Die CTW ist nun alleinige Gesellschafterin der Träger-GmbH des Settericher Wohn- und Pflegeheims.

Der bisherige Träger des „Wohn- und Pflegeheims Maria-Hilf Burg Setterich”, die Kirchengemeinde St. Andreas, machte sich die Suche nach einem neuen Träger für ihre Einrichtung jedoch nicht leicht. Schließlich erhielt die Caritas Trägergemeinschaft West (CTW) den Zuschlag.

Beide Partner kennen sich schon seit mehr als einem Jahr. Nachdem Heimleiter Ulrich Zerressen die Settericher Burg verlassen hatte, bat der Kirchenvorstand die Caritas um personelle Hilfe. Mit Heimleiterin Michaela Thiery und Pflegedienstleiterin Maria Wagner stellte die Caritas das neue Führungsteam.

Diese Maßnahme wirke „vertrauensbildend”, so dass die Verhandlungen letztlich erfolgreich waren. Bürgermeister Dr. Willi Linkens weiter: „Der Kirchenvorstand hat dafür gesorgt, dass das Haus im Sinne des Glaubens weitergeführt wird.” Der Hauptgrund für den Wechsel in der Trägerschaft sei aber nicht diese „etwas schwierige Zeit” mit einigen personellen Veränderungen gewesen, sagte Franz Römer, Vize-Vorsitzender des Kirchenvorstands von St. Andreas. „Die Verantwortung für so ein Haus nimmt für uns Ehrenamtler enorme Ausmaße an. Das sind schon riesige Summen, die da bewegt werden.” Dazu komme die hohe Personalverantwortung. „Wir dachten uns, das müssen Profis machen.”


Das Haus ist mit rund 130 Beschäftigten Setterichs größter Arbeitgeber, auch für Menschen mit Behinderungen. Der Geschäftsführer der CTW, Gábor Szük, ist sich der Verantwortung bewusst. Zu Pfarrer Küppers sagte er: „Sie können sicher sein, dass wir das Haus zu Wohle der Bewohner, der Beschäftigten und der Gemeinde weiterführen.”

Schon hat die CTW Pläne zur Aufwertung des Wohn- und Pflegeheims vorgelegt. Die Wohnräume sollen modernisiert werden, auch im Schwerpunkt auf Einzelzimmer. Da die Bettenzahl gleich bleiben soll, wird ein Anbau nötig. Das Projekt soll 5,3 Millionen Euro kosten.
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