Würselen - Neuer Radschnellweg nimmt Formen an

Neuer Radschnellweg nimmt Formen an

Von: Georg Pinzek
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Baustelle im Grünen kurz vor „Kaisersruh“: Damit Wurzelwerk dem Premium-Radweg nichts anhaben kann, ist ein solider Unterbau nötig. Foto: Georg Pinzek
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Vor der Wachstumsperiode und der Brutzeit der Vögel wurden Anfang des Jahres die Vorarbeiten für den Radweg erledigt. Dazu mussten Bäume auf der Trasse zwischen Friedrich- und Wilhelmstraße weichen. Foto: Georg Pinzek
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Etliche Jahre wurde ein Teil der stillgelegten Eisenbahntrasse in der Nachbarschaft zur „Sebastianusinsel“ als Parkplatz genutzt. Im Zuge des Radwegbaus wurden nun gepflasterte Parktaschen an der Wilhelmstraße angelegt. Foto: Georg Pinzek
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Im Würselener Stadtgarten wurde der asphaltierte Radweg wegen des dort zu erwartenden hohen Fahrradverkehrsaufkommens vier Meter breit angelegt, zuzüglich der beidseitigen Bankette von 50 Zentimetern. Foto: Georg Pinzek
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In Höhe der Poststraße war die eingeschnittene Bahntrasse für eine fußläufige Verbindung aufgeschüttet worden. Das Konstrukt musste weichen und soll in Kürze durch eine Brücke ersetzt werden. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Die dröhnenden Baumaschinen haben ihr Etappenziel fast erreicht. Kurz vor Kaisersruh parallel zur B 57 rangieren Bagger, Raupen und schwere Lkw auf einer fast vier Meter breiten Trasse – flankiert von dichtem Grün. Die letzten Meter Unterbau werden angelegt, damit die Asphaltmaschine anrollen kann.

Quer durch den Würselener Stadtgarten ist der glatte Belag bereits aufgebracht sowie in weiten Teilen auf der Strecke zwischen Friedrich- und Wilhelmstraße. Zwischen der Kreuzung Willy-Brandt-Ring/Aquana über den Markt bis Kaisersruh wird der erste Abschnitt des Fahrradschnellwegs Aachen-Jülich realisiert.

Nach der Sommerpause sollen auch die Teilstücke Richtung Alsdorf-Ofden in Angriff genommen werden. „Wir sind mit allen Arbeiten absolut im Zeitplan“, bestätigt auch Detlef Funken, Sprecher der Städteregion Aachen. Unter Federführung der Städteregion wird der insgesamt 16 Kilometer lange Radweg gebaut.

Steigungsarme Strecke

In weiten Teilen verläuft er auf der ehemaligen Bahntrasse Aachen-Jülich. Die nur geringen Steigungen von maximal vier Prozent sind eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale des Premium-Radwegs. Sowohl die stattliche Breite von bis zu vier Metern, in der Regel von drei Metern, die eingangs erwähnte Asphaltbauweise, Barrierefreiheit und sichere Querungsstellen zählen zu den weiteren Pluspunkten.

Was in den benachbarten Niederlanden fast flächendeckend zum fahrradfreundlichen Standard zählt, soll künftig auch auf der Strecke Aachen-Jülich Pendler zum Umstieg vom Auto aufs Rad bewegen. Natürlich wird davon auch der Radtourismus profitieren. Neben dem Radweg sind auf der Strecke auch acht Rastplätze, Infotafeln und an besonderen Punkten touristische Objektbeschilderungen vorgesehen.

Nicht an allen Stellen lässt sich die Bahntrasse für den Radweg nutzen. So werden für die Verbindung auch parallel verlaufende Wirtschaftswege wie zum Beispiel der zwischen Euchen und Elchenrath in Beschlag genommen. In Höhe von Scherberg wird neben dem Radweg ein etwa 25 Quadratmeter großer Rastplatz mit Bänken und einem Tisch angelegt – an der Stelle, wo die abgebrannte Schutzhütte stand.

Das Land NRW fördert die Planungs- und Baukosten des Projekts mit einem Zuschuss von 75 Prozent. Die Realisierung des ersten Bauabschnitts (Kaisersruh bis Alsdorf-Ofden) kostet 1,4 Millionen Euro, 1,05 Millionen Euro übernimmt das Land und 350.000 Euro die Städteregion.

Für 2015 ist die Fortführung des Radwegs über Mariadorf und Hoengen bis zur Grenze zum Kreis Düren bei Aldenhoven geplant. Für 2016 ist der Ausbau auf Aachener Stadtgebiet zwischen Kaisersruh und dem ehemaligen Nordbahnhof (Jülicher Straße, Höhe Ludwig-Forum) angepeilt. Die Gesamtkosten für alle drei Abschnitte betragen 4,8 Millionen Euro.

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