Alsdorf - Neuer Notartermin für das Seniorenheim an der Stadthalle

Neuer Notartermin für das Seniorenheim an der Stadthalle

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Chance auf Besserung: Hinter der Stadthalle in Alsdorf (Bild) soll – immer noch – eine Seniorenanlage nebst Servicewohnungen errichtet werden. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Nein, es gibt keinen Beschluss des Stadtrates oder eines Ausschusses, dass der Verkauf des städtischen Grundstücks an der Stadthalle nicht erfolgt, sollte der entsprechende Notarvertrag bis Ende März immer noch nicht unterzeichnet sein.

Ja, diese Fristsetzung wurde formuliert und protokolliert, aber nur als ein Redebeitrag in einer Gremiensitzung, stellte Rechtsassessor Hans-Peter Hermanns auf Anfrage klar.

Es geht – mal wieder – um das ehrgeizige Projekt, neben der Stadthalle ein Seniorenzentrum zu errichten. Mittlerweile ist das Gesamtvorhaben deutlich „abgespeckt“ worden. Neben der Pflegeeinrichtung für 80 Bewohner nebst Tagespflege mit 12 Plätzen sollte eigentlich auch ein Hotel mit 60 Zimmern errichtet werden. Daraus wird auf keinen Falle etwas. Statt dessen sollen 25 (Service-)Wohnungen auch für tageweise Vermietung gebaut werden. Und wenn sich das nicht rechnen würde, könnten daraus ebenfalls seniorengerechte Wohnungen werden. Gescheitert ist ebenfalls das Vorhaben, eine Tiefgarage zu bauen. Nun sollen rund 40 Parkplätze auf der Fläche des Innenhofes hinter der Stadthalle und einem (derzeitigen) Schotterplatz an der Annastraße angelegt werden (wir berichteten).

Zwischenzeitlich waren wiederholt Termine beim Notar geplatzt, zuletzt in Folge der Erkrankung eines entscheidenden Partners, wie es hieß. Aus der Hoffnung, noch in 2012 für das städtische Grundstück Kasse machen zu können, wurde nichts. Es geht um für den Haushalt wichtige 1,3 Millionen Euro. Und die städtische Gesellschaft GSG würde bei Zustandekommen des Deals für eine Teilfläche weitere 240.000 Euro bekommen. Rund 80.000 Euro hat die Stadt bereits zur Bauvorbereitung, sprich Baugenehmigung erhalten.

Es werden jetzt etliche tausend Euro an Einnahmen hinzu kommen. Denn der Investor hat vorletzte Woche den stark überarbeiteten Bauantrag eingereicht. Die um Tiefgarage und Hotel ärmere Variante muss strenge Emissionsauflagen erfüllen, mit Blick auf die im Innenhof, also überirdisch geplanten Stellflächen. Das nährt die Hoffnung der Stadt, dass es doch noch etwas aus dem Großprojekt wird, das von der extra hierfür gegründeten Hotel- und Pflege-Alsdorf GmbH verfolgt wird.

Denn wer investiert fleißig Geld, wenn er doch nicht bauen will? Hinter der noch jungen Gesellschaft stehen die beteiligten Firmen „soleo“, ein Beratungs- und Planungsunternehmen für Sozial- und Gesundheitsimmobilien mit Sitz in Kleve, und die GBG Gersdorfer Baumanagement GmbH, die unter anderem den Recker-Park in Würselen realisiert hat.

Als Betreiber ist die Rede von Raoul Pöhler, der als Referenzen auf die Seniorenanlage „An der Zitadelle“ in Jülich und die Einrichtung „Am Mühlenteich“ in Linnich anführen kann. Nach Auskunft der Stadt Alsdorf – Bürgermeister Alfred Sonders unterrichtete die Mandatsträger – steht als Notartermin nun der 24. April an, einen Tag vor der nächsten Stadtratssitzung. Die Botschaft lautete: Finanzierung gesichert, Baupläne sind entsprechend geändert. Fehlen nur noch die entscheidenden Unterschriften...

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