Neuer Möbelmarkt nimmt konkrete Formen an

Von: Karl Stüber
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Anstelle von Praktiker soll der Möbelmarkt MÖMAX einziehen: Der Stadtentwicklungsausschuss Würselen hat jetzt weitere planungsrechtliche Schranken aus dem Weg geräumt. Foto: Karl Stüber

Würselen. Ins Gewerbegebiet Kaninsberg kommt wieder mehr Bewegung – und damit auch mehr Kundenfrequenz. Am alten Globus-Standort startete jetzt Kaufland. Und: Das Vorhaben der XXXL-Unternehmensgruppe, Wohnwelt Pallen im Gewerbegebiet Kaninsberg zu kaufen, führt keineswegs dazu, dass diese Unternehmensgruppe das Vorhaben, den Möbelmarkt (MÖMAX) direkt auf dem Areal des ehemaligen Baumarktes Praktiker einzurichten, aufgibt.

Ganz im Gegenteil. Das stellte Technischer Beigeordneter Till von Hoegen im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss auf Nachfrage klar. „Das Vorhaben hat weiter Bestand. Das festigt die Bedeutung des Möbelstandortes.“

Hoffen auf mehr Einnahmen

Von Hoegen setzt darauf, dass das damit prognostizierte Ansteigen der Kundenströme aus der ganzen Region mehr Kaufkraft und damit auch mehr Einnahmen in die Stadtkasse spült.

Der Fachausschuss beschloss die für die Umsetzung des Projekts MÖMAX wichtige Offenlage der nochmals textlich überarbeiteten Fassung. Das heißt, dass die Änderung des entsprechenden Bebauungsplans 143 nebst textlichen Erläuterungen einen Monat lang öffentlich ausgelegt wird. Gemeint ist damit, dass die Planungsunterlagen (Kennung VO/15/0062) im Ratsinformationssystem (www.wuerselen.de) eingesehen werden können.

Die grundlegende Planung war bereits Thema im Ausschuss gewesen. Das Unternehmen hat vor, die zuletzt von der Baumarktkette genutzten Hallen für die eigenen Zwecke zu ertüchtigen. Nur der Anbau, der als Gartencenter diente, soll abgerissen und an dieser Stelle ein Lager errichtet werden, wie der Technische Beigeordnete erläuterte.

Zwischenzeitlich waren Anmerkungen und Bedenken gesammelt worden. „Von Seiten der Bürger wurden keine Anregungen geäußert“, hieß es seitens der Verwaltung. Aber Planvorgaben von Behörden sind berücksichtigt und eingearbeitet worden. So werden die sogenannten „Nebensortimente“ von Möbeln – dazu gehören auch Lampen und Leuchten – auf maximal zehn Prozent der Gesamtverkaufsfläche reduziert. Heißt: Wenn der Möbelhandel auf dem ehemaligen Praktikergelände 7000 Quadratmeter Verkaufsfläche hat, können auf „nur“ 700 Quadratmetern Nebensortimente angeboten werden.

Warum diese Beschränkung? Es geht darum, vorhandenes Gewerbe und bestehenden Handel zu schützen. Die Bezirksregierung Köln hat ihre Zustimmung zu dieser Möbelmarktansiedlung mit der Auflage gekoppelt, die sogenannte „Würselener Liste“ anzupassen.

Darin ist per Ratsbeschluss festgelegt, welche Sortimente in Würselen als zentren- und nahversorgungsrelevant gelten. Neue Geschäfte, die so etwas anbieten, sind im Umfeld nicht oder nur unter Auflagen zu realisieren. Die Stadt Würselen beruft sich nun auf Gutachten, die besagen, dass Lampen und Leuchten nicht mehr innenstadtrelevant sind – folglich entsprechende Geschäfte in der Innenstadt nicht mehr „geschädigt“ werden können.

Der Ausschuss folgte dieser Auffassung – und erfüllte so die Auflage der Bezirksregierung. Und es gibt noch weitere Änderungen beim Möbelmarkt-Konzept. Ausnahmsweise wird eine Betriebswohnung zugelassen. Die Begrünung wurde an die „tatsächlich realisierbaren Maßnahmen angepasst“. Der rote Teppich für den neuen Möbelmarkt ist ausgerollt.

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