Herzogenrath - Neuer Ladepunkt für Elektroautos in Herzogenrath

Neuer Ladepunkt für Elektroautos in Herzogenrath

Von: Katrin Fuhrmann
Letzte Aktualisierung:
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Eine weitere Ladesäule: Zwei Autos können gleichzeitig geladen werden. Ein Ladepunkt kostet 15 000 Euro. Foto: Katrin Fuhrmann

Herzogenrath. Am Technologiepark in Kohlscheid gibt es ab sofort einen neuen Ladepunkt für Elektroautos – den dritten in Herzogenrath. Bereits 2014 und 2015 wurden Ladesäulen an den Bahnhöfen Herzogenrath und Kohlscheid installiert. Merkstein ist noch ohne Ladesäule.

Insgesamt sechs Autos können gleichzeitig an den Stationen geladen werden. Dabei soll es aber nicht bleiben. Für 2018 sind bis zu sieben weitere Standorte für Ladesäulen in Herzogenrath und Würselen geplant und zum Teil schon beantragt. Das hat der Geschäftsführer der Enwor, Herbert Pagel, im Zuge der Einweihung des neuen Ladepunkts verkündet.

Auch für die Garage

Die Kosten für eine Ladesäule inklusive Tiefbauarbeiten lägen bei etwa 15.000 Euro. Weil der Bedarf steige, wolle man in den Bereich besonders investieren, sagt Pagel. Er wisse zwar nicht genau, wie viele Menschen in Herzogenrath ein Elektroauto fahren. Aber: Acht Anfragen nach einer Wallbox für Privathaushalte sowie Gewerbetreibende lägen auf seinem Schreibtisch. Wallboxen sind kompakte Ladestationen, die in der Garage an die Wand oder auf eine Säule montiert werden können.

Die ersten beiden Anlangen dieser Art wurden im September für das Rhein-Maas-Klinikum in Würselen und Bardenberg installiert. Die Boxen haben eine Leistung von 22 Kilowatt. Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus hat eine Standard-Leistung von etwa 18 Kilowatt. Pagel kennt die Sorgen der Kritiker: Wenn Waschmaschine, Staubsauger, Fernseher und Radio gleichzeitig laufen, könne man das Auto nicht laden, das halte die Leitung nicht aus. Das stimme nur bedingt: „Man kann das Auto nachts laden, da sind die meisten anderen Geräte ausgeschaltet, und die Leitungen halten das problemlos aus“, sagt Pagel.

Auch Cambio-Geschäftsführer Roland Jahn sagt, dass bei vielen Nutzern immer noch Unklarheit und Ängste bestehen. Wie weit kann ich fahren? Wie muss es geladen werden? Wo gibt es Ladepunkte? Zwar habe man auch bei Cambio immer mehr Zulauf, aber die Nachfrage nach E-Autos sei im Vergleich immer noch geringer.

Und das, obwohl es gerade im Dreiländereck immer mehr Ladepunkte gebe. Stadt Herzogenrath, Enwor und Cambio wissen, dass zwar auch weitere Strecken mit den Elektroautos möglich sind, sie aber vor allem für den Stadtverkehr genutzt werden.

In der Städteregion gibt es zurzeit 649 zugelassene E-Fahrzeuge. In Herzogenrath sind es 43, die mit Strom beziehungsweise Solarzellen betrieben werden (Stand Anfang November 2017), hinzu kommen 94 Hybridfahrzeuge für den kombinierten Betrieb mit Diesel respektive Benzin sowie Strom.

Generell steige die Zahl an E-Fahrzeugen in der Städteregion, teilt deren Pressestelle mit, allerdings verglichen mit der Gesamtheit der zugelassenen Fahrzeuge – „auf sehr geringem Niveau“.

Die Stadt Herzogenrath etwa hat zwei Elektroautos. Auch Baesweiler, Alsdorf und Würselen haben E-Autos und Pedelecs für ihre Mitarbeiter angeschafft.

Trotzdem, das sagt auch Bürgermeister Christoph von den Driesch, sei das Verkehrsaufkommen in Herzogenrath nach wie vor sehr hoch, gerade zu Stoßzeiten. „Wir haben keine Umgehungsstraße und viele nutzen auch für kurze Strecken das Auto. Das ist einfach so.“ Ziel sei es, die Menschen in Herzogenrath fürs Radfahren zu sensibilisieren. Denn viele Ziele im Stadtgebiet seien gut fußläufig oder eben mit dem Rad zu erreichen.

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