Alsdorf - Neuer Kindergarten in Ofden doch mit drei Gruppen?

Neuer Kindergarten in Ofden doch mit drei Gruppen?

Von: Karl Stüber
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Helmut Pustolla, Vorsitzender des Bevollmächtigtenausschusses.

Alsdorf. Das Projekt Neubau evangelischer Kindergarten in Alsdorf bleibt spannend. Noch Ende vergangenen Jahres hatte die Kirchengemeinde beziehungsweise der anstelle des Presbyteriums agierende Bevollmächtigtenausschuss beschlossen, auf dem Areal der Paul-Gerhardt-Kirche doch nur einen zweigruppigen Kindergarten zu bauen.


Doch nun zeichnet sich nun der „Rückzug vom Rückzug“ ab.

Wie der Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses, Helmut Pustolla, auf Anfrage unserer Zeitung sagte, soll nun doch auf Bitten der Stadt möglichst direkt die Variante mit drei Gruppen zum Zuge kommen. Das Geld für die Erweiterung soll zusammenkommen, indem „jede Seite etwas dazu gibt“, wie Pustolla sagte. Beschlossene Sache ist das noch keineswegs. Zuvor müsse Ende Januar der Bevollmächtigtenausschuss tagen. Auch die Landeskirche muss dazu noch ihren Segen geben – und wohl auch Geld.

Bürgermeister Alfred Sonders sagte, dass es ein entsprechendes Gespräch mit dem Kindergartenträgerverein EVA gegeben habe, der mit der Reduzierung auf nur zwei Gruppen ebenso wie die Stadt nicht gerade glücklich sei, zumal beide Gruppen in nur einem Gebäude auf zwei Etagen betreut würden. Laut Sonders hätte die zuletzt auf nur zwei Gruppen reduzierte Planung die Option auf eine spätere Erweiterung „verbaut“ oder zumindest erheblich erschwert. „Nun soll die dritte Gruppe zumindest Option bleiben, wann auch immer sie realisiert wird.“ Sonders stellte klar, dass sich die Stadt nicht finanziell an einer dritten Gruppe beteiligen, sondern nur zugewiesene Fördermittel auf Beschluss des Jugendhilfeausschusses weiterleiten würde. Letztlich müsse die evangelische Kirche die Mittel bereitstellen.

Der im Dezember gestartete Spendenaufruf der Kirchengemeinde hat noch keine nennenswerte Wirkung erzielt, wie Helmut Pustolla berichtet. Der Bevollmächtigtenausschuss hatte um Unterstützung bei der Innenausstattung des neuen Kindergartens gebeten. Pustolla und seine Mitstreiter wollen nun den Aufruf konkretisieren und einen neuen Anlauf starten.

Ein Termin für den Abriss der Paul-Gerhardt-Kirche – nur der Turm bleibt mit Blick auf die Mieteinnahmen dank Mobilfunkantennen und aus städtebaulichen Aspekten erhalten – steht nicht fest. Auch hierfür muss die Landeskirche noch grünes Licht geben. Die Immanuelkirche in Busch, die ebenfalls von der evangelischen Kirche aufgegeben worden ist, wird als Gotteshaus erhalten bleiben. „New Life Fellowship“ hat die Kirche gemietet – mit der Option auf Kauf. Kurz vor Weihnachten ist laut Vorsitzendem des Bevollmächtigtenausschusses das Angebot auf den Tisch gelegt worden, worüber nun verhandelt wird. Bei der New Life Church handelt es sich um eine von dem US-amerikanischen evangelikalen Prediger Ted Arthur Haggard 1987 in Colorado Springs gegründeten Kirche.

Wie angekündigt konzentriert sich das Gemeindeleben immer mehr auf den Standort Mitte. So ist etwa die Frauengruppe aus Busch zum Gemeindezentrum Martin-Luther-Kirche gewechselt. Auch der Verein WABe hat in Mitte seinen Betrieb aufgenommen.

Für Pfarrer Ulrich Eichenberg, der nun Seelsorger in der Justizvollzugsanstalt Aachen ist, hat die Alsdorfer Kirchengemeinde einen „Ersatz“ gefunden – zumindest für 12 Stunden die Woche. Der vor zwei Jahren in Ruhestand gegangene Pfarrer Paul Schnapp, zuletzt in Hoengen-Broichweiden tätig, springt bis auf weiteres ein.

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