Neuefeind GmbH: Beim Einsatz von Energietechnik noch viel Luft nach oben

Von: mabie
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Rundgang: Geschäftsführer Lothar Friedrich (r.) erläuterte die Arbeitsfelder der Firma Neuefeind in Würselen im Beisein des Geschäftsführers des Industrieverbandes Technische Gebäudeausrüstung (ITGA) NRW in Düsseldorf, Martin Everding, hier am Beispiel der Techniksteuerungen für Gebäude. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Es sind gleich zwei Themen, die für Lothar Friedrich und Frank Ackermann als Geschäftsführer der Neuefeind GmbH in Würselen täglich bewegen. Zum einen ist es für das in den Bereichen Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik und auch Brandschutz tätige Unternehmen mit Sitz an der Krefelder Straße in Würselen die Energiewende durch Gebäudetechnik.

Während im privaten Wohnbereich hier eine Durchdringung des Marktes schon gegeben ist, sieht Betriebswirt Frank Ackermann im gewerblichen Gebäudebereich ein erhebliches Potenzial schlummern. „Im Sinne der Energieziele für das Jahr 2020, könnten Unternehmen rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauches einsparen“, ist er sicher. Da aber manche Firmen immer noch lieber im übertragenen Sinn ein „H-Kennzeichen“ beispielsweise auf ihren längst überholten und verbrauchsintensiven Heizkesselanlagen sehen, statt zu erneuern, müsse den Betreibern immer auch dargelegt werden, wann sich das Ganze über die eingesparten Energiekosten wieder rechne.

Beim jüngsten Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt in dem Unternehmen, dass 170 Menschen am Standort Würselen beschäftigt, wurde aber auch klar, dass nicht nur in Sachen Energiewende bei Unternehmen etwas geschehen müsse. Ingenieur Lothar Friedrich betonte, dass eine andere Politik bei der Vergabe öffentlicher Aufträge weitreichende Folgen haben könnte. Bislang bekomme immer der günstigste Anbieter den Zuschlag, egal, wie solide das Angebot in Wirklichkeit ist, oder wie es beispielsweise in Sachen Fertigungstiefe im Betrieb steht. „Wir nehmen aber seit Jahren nicht mehr an öffentlichen Ausschreibungen teil“, betonte Friedrich, da manche Konkurrenten mit Dumping-Angeboten arbeiteten, die ein Unternehmen mit fairer Kalkulation nicht leisten könne.

Letztlich sei es aber auch so, meinte Friedrich weiter, dass es immer häufiger dazu komme, dass im Nachgang dann Fachfirmen zumindest die gröbsten Probleme in Sachen Gebäudetechnik ausbügeln müssten, und das nur, weil bei der Ausschreibung der billigste Anbieter gewinne. Das verursache aber nicht nur zusätzliche Kosten, so der Fachmann, sondern behebe im Zweifel nicht alle Probleme einer Gebäudetechnik.

Insgesamt 30 Auszubildende

„Das Billigste ist nicht das Beste“, meinte auch Martin Everding, Geschäftsführer des Industrieverbandes Technische Gebäudeausrüstung (ITGA) NRW in Düsseldorf. Darum sei eine geänderte Vergabepraxis ein wichtiger Weg, um letztlich wirklich wirtschaftliche und auch mit Blick auf die lokalen Arbeitgeber sinnvolle Vergabe zu haben. „Auch die Motivation der Mitarbeiter ist eine andere“, ergänzt Frank Ackermann. In Sachen Nachwuchs oder Fachkräftemangel konnte er zumindest für Neuefeind Entwarnung geben. Der Betrieb mit seinen insgesamt 30 Auszubildenden in den kaufmännischen, technischen und handwerklichen Bereichen, liege bei der Mitarbeiter-Fluktuation „bei Null“.

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