Neue Zufahrt zu Seniorenheim soll Anna-Klöcker-Straße entlasten

Von: bea
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Wendekreis: Die Pläne sehen vor, dass Fahrzeuge am Ende der neuen Zufahrt wenden und wieder hinausfahren. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Thomas Vieg, Leiter des Seniorenwohnheims „Am Bockreiter” an der Schütz-von-Rode-Straße, ist verärgert. Denn die Bauarbeiten, die vor der Tür des Hauses stattfinden, sind so gar nicht in seinem Sinne. Der in die Weidstraße mündende Fußweg auf der Rückseite des Wohnkomplexes wird zurzeit verbreitert, zudem acht neue Stellplätze und ein Wendebereich angelegt.

Unter anderem zwei Buchen sind dazu gefällt worden, weiter soll der als Park dienende Alte Friedhof aber nicht angetastet werden.

Die neue Zuwegung werde gebaut, um die Bewohner der engen Anna-Klöcker-Straße vom Zulieferverkehr für das Wohnheim zu entlasten, erläutert Bürgermeister Christoph von den Driesch auf Anfrage. Vieg und auch der Träger des Heims, Uwe Kames, aber sehen sich überrumpelt. „Mit uns ist nicht gesprochen worden”, sagt Vieg und kündigt an, dass der Großteil des Anlieferverkehrs und auch die Müllentsorgung aus logistischen Gründen weiter von der anderen Seite, der Anna-Klöcker-Straße, aus erfolgen werde. „Im guten Einvernehmen mit den Anwohnern, denn unsere Anlieferer fahren Schritttempo.”

Zudem befürchten Kames und Vieg nun Gefahren für die älteren Herrschaften durch an-, ab- und sogar durchfahrende Fahrzeuge. Denn durch die Verbreiterung des bisherigen Fußwegs werde auch eine Verbindung zur Anna-Klöcker-Straße geschaffen, sagt Thomas Vieg. Weder bei der Verwaltung noch in der Politik habe man dem Heimträger in den vergangenen Tagen ausreichend Auskunft über die Intention des Vorhabens geben können, kritisiert Vieg.

Antrag der Kooperation

„Diese Angelegenheit ist für den Träger nichts Neues”, verweist Bürgermeister von den Driesch hingegen auf Jahre zurückliegende Verhandlungen, bei denen sogar in Rede gestanden habe, dass der Träger sich an den Kosten des Ausbaus beteiligt. Wegen durch den Erweiterungsbau des Heims ohnehin notwendig gewordener Reparaturarbeiten an dem nun in Rede stehenden Fußweg, wie der Technische Dezernent Rüdiger Staron ergänzt.

Im Übrigen gehe die Baumaßnahme auf einen Antrag der schwarz-grünen Kooperation zurück, gestellt am 9. August 2007, unterschrieben von den Fraktionschefs Reimund Billmann (CDU) und Folker Moschel (Grüne). Die im Anschluss entsprechend gezeichneten Pläne durch die Verwaltung hätten sowohl in der Politik als unter den Anwohnern Zuspruch gefunden, erläutert Staron weiter. Im Bau- und Verkehrsausschuss am 8. September 2009 seien die Arbeiten zur Bauausführung schließlich einstimmig vergeben worden.
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