Würselen - Neue Wege zum Spaß am Lesen aufgezeigt

Neue Wege zum Spaß am Lesen aufgezeigt

Von: ehg
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Lesewettbewerb der Grundschulen Würselens: Die diesjährige Siegerin Julia Bergholz (Mitte) erhielt von Bürgermeister Arno Nelles (4.v.re.) einen Buchgutschein. Christa Ross, (stehend 2.v.li.) Organisatorin des Lesewettbewerb sowie Jury-Mitglied Brigitte Seidel dankten denSchulen für ihr Engagement. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Vordringliche Lernziele der Grundschule sind es, die Lesefertigkeit, Lesefähigkeit und Lesefreude zu entwickeln und zu fördern. Um diese Ziele erreichen zu können, müssen immer neue Wege beschritten und neue Möglichkeiten ausgelotet werden. Die Unterstützung durch außerschulische Partner ist dabei von großer Wichtigkeit.

Die Stadtbücherei als außerschulischer Lernort ist in allen Grundschulen in den schuleigenen Lehrplänen verankert. Der Förderverein Stadtbücherei Würselen hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht, die Schulen und im vorschulischen Bereich die Kindergärten bei der Leseförderung zu unterstützen.

Ein Lesewettbewerb sei – so die Organisatorin Christa Ross vom Förderverein – eine sinnvolle Variante, Kinder zum Lesen zu „verführen“. Wettbewerb fördere das Üben, das Ausprobieren, das Suchen nach neuer Lektüre. Für den auch in diesem Jahr wieder vom Förderverein Stadtbücherei organisierten Lesewettbewerb, an dem alle Grundschulen der Stadt teilnahmen, hatten die Klassenlehrer mit ihren Schülern nach den Osterferien innerschulisch die Klassensieger in den vierten Schuljahr ermittelt.

In einem zweiten Schritt fand die Ermittlung des Schulsiegers statt Es wurde in jeder Schule vor den aufmerksam zuhörenden Mitschülern und der Jury, bestehend aus der Schulleitung und zwei Mitgliedern des Fördervereins, vorgelesen und entschieden. Bereits in dieser Phase stellten die Jury-Mitglieder fest, dass eigentlich alle Kinder Gewinner seien. Denn so viel geschmökert und gelesen hatten die Kindern sicherlich schon lange nicht mehr. Dazu Christa Ross: „Die Freude beim Lesen ist also per se schon ein Gewinn, auch wenn es nur einen Schulsieger gibt.“

In der Endausscheidung trafen sodann fünf Mädchen und zwei Jungen als Sieger ihrer Schule vor großem Publikum im von der Sonne aufgeheizten Saal des Alten Rathauses gegeneinander an: Ava Doehrenkamp, Julia Bergholz, Laura Papen, Lilli Sparla, Marwin Lehnen, Maximilian Vasilkevic und Stella Wagner. Sie lasen einen selbst ausgewählten Text aus einem ihrer Lieblingsbücher, nachdem sie Titel und Autor benannt und den Inhalt kurz skizziert hatten.

Die zweite Herausforderung bestand für die „Leseratten“ der vierten Klassen im Lesen eines Fremdtextes, bei dem wie zuvor die Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis sowie die Interpretation bewertet wurden. Nach mehr als einer Stunde angespannten Zuhörens hatte die Jury, bestehend aus Angela Ortmanns-Dohrmann, Martina Schillings, Brigitte Seidel, Yessica Seidel und Monika Silberer, die Qual der Wahl. So groß war die Leistungsdichte bei den sieben Kontrahenten.

Schließlich kürte die Jury Julia Bergholz von der Wurmtalschule (Morsbach) zur Siegerin. Bürgermeister Arno Nelles gratulierte nicht nur der Siegerin, sondern auch den sechs anderen Finalisten. Allen überreichte er als Dank und Anerkennung für tolle Leistungen einen Gutschein für das Freizeitbad „Aquana“. Vom Förderverein erhielt die Erstplatzierte einen Buchgutschein, „damit ohne Pause weiter gelesen werden kann“.

Herzlich bedankte sich Christa Ross, die Organisatorin des Lesewettbewerbs, bei den beteiligten Grundschulen für ihr mit ihren „Schützlingen“ an den Tag gelegtes Engagement. Die Rückmeldungen aus den Schulen seien so positiv gewesen, dass nach dem schönen Erfolg in 2017 auch im nächsten Jahr wieder ein Lesewettbewerb ausgeschrieben werde, freute sich Christa Ross.

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