Würselen - Neue Wanderwegkarten im Würselener Wald angezeigt

Neue Wanderwegkarten im Würselener Wald angezeigt

Von: ehg
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Im Würselener Stadtwald ist Kahlschlag kein Thema: Hier hat nachhaltige Forstwirtschaft Vorrang. Foto: Georg Pinzek

Würselen. „Unser Wald ist bei Susanne Gohde in guten Händen“, erntete die Försterin im Ausschuss für Technik, Gebäude und Flächenmanagement nicht nur vom Vorsitzenden Hans Göbbels ein dickes Lob für ihre Arbeit. Ihm schlossen sich die Sprecher aller Fraktionen ohne Einschränkung an. „Wir wollen kein Kapital aus unserem Wald schlagen“, betonte Joseph Bongard (CDU).

 Er lenkte das Augenmerk darauf, dass im Forstwirtschaftsjahr 2013 immerhin 142.000 Euro in den Wald hinein gesteckt werden. Heinz Viehoff (SPD) angesichts des privaten Raubbaus auf Pley an die Adresse der Försterin: „Sie betreiben hingegen nachhaltige Forstwirtschaft.“

Die Försterin informierte: Der vorgelegte Plan sieht einen Holzeinschlag von 1489 Festmetern vor. Damit liegt er rund 336 Festmeter unter dem Hebesatz des Betriebsplanes. Für den Würselener Stadtwald werde ein strukturreicher, naturgemäßer und ökonomisch ausgerichteter Waldbau angestrebt, erklärte Susanne Gohde.

Bis zum Frühjahr 2013 sind Pflanzungen von 3900 Stück Laubholz vorgesehen. Im Jahr 2012 waren es 12 500 Stück Laubholz und 50 Stück Nadelholz. Der Schwerpunkt der Pflanzungen liegt im Bereich der Waldrandgestaltung, Neukulturen von ehemaligen Pappelbeständen und Voranbauten unter Fichtenbeständen mit Rotbuche. Die sehr umfangreichen Aufforstungen der Sturmholzflächen aus den Jahren 1990 bis 2010 erzeugten, so berichtet die Försterin, einen überdurchschnittlichen Kulturflächenanteil, dessen Bestandssicherung als vorrangig anzusehen sei. Der Umfang der Jungwuchspflege beträgt 10,3 Hektar bei einer einmaligen Pflegemaßnahme im Jahr, falls die Vegetationsentwicklung dies erforderlich mache.

Der biologisch-technischen Schädlingsbekämpfung wird in den folgenden Jahren eines Sturmes in ganz besonderem Umfang Rechnung getragen. Aufwendungen zum Schutz der Forstpflanzen gegen Wildverbiss seien nur in sehr geringem Umfang erforderlich. Bei der Jungbestandspflege werden hauptsächlich junge, schlecht geformte Vorwüchse, kranke Individuen und andere Baumarten, die nicht dem waldbaulichen Entwicklungstyp entsprechen, durch eine bodennahe Kappung mit der Motorsäge entfernt. Die Planungen für den Wegebau beinhalten für 2013 die Instandsetzung von Deckschichten im Bereich von Gut Schwar-zenbruch und die Beseitigung von Schlaglöchern auf den Plarkplätzen. In 2013 sollen neue Wanderwegekarten an den Parkplätzen des Würselener Waldes erstellt werden.

Die Arbeiten zur Ausweisung von fünf Rundwegen würden im Frühjahr 2013 fertiggestellt und deren Verlauf in den Wanderkarten markiert werden. In 2012 wurde außerdem mit der Erstellung eines Walderlebnispfades im Verlauf des Hermann- Löns-Weges beim Forsthaus Schwarzenbruch begonnen, der in 2013 fertiggestellt werden soll. Obwohl nicht im Forstwirtschaftsplan enthalten, wurde die Försterin in 2012 auch wieder im Bereich Öffentlichkeitsarbeit aktiv. Es wurden Veranstaltungen realisiert, an denen 455 Personen, 354 aus Schulen und Kindergärten sowie 101 Erwachsene, teilgenommen haben. Am 23. Februar findet das traditionelle Weidenrutenschneiden mit der Waldjugend und Interessierten statt.

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