Neue Turnhalle: Schüler der KGS Begau feiern Zirkusfest

Von: est
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Tolles Zirkusfest: Schüler der KGS Begau feiern die Eröffnung der neuen Turnhalle. Foto: Elena Stiebler

Alsdorf. „Das können dann alle mal zu Hause mit den guten Blumentöpfen von Mama üben,” berichtet der Zirkusdirektor zur Jonglageübung der Klassen 3a, 4a und 4b. Als nächstes kommt die Teller-Jonglage-Übung an die Reihe. „Und das hier ist etwas für das gute Rosengeschirr!”

Zur Einweihung der neuen Turnhalle der Grundschule in Begau hat sich die Schule in einen Zirkus verwandelt. Schulleiter Heinz-Günther Dohm ist in den Zirkusdirektor verzaubert worden und begleitet die Besucher durch die Vorstellung.

Renate Kellermann, Leiterin der Offenen Ganztagsschule (OGS) Begau, freut sich: „Die Grundschule Begau hat endlich eine eigene Turnhalle bekommen. Die Kinder haben extra eine große Projektwoche unter dem Thema Zirkus gemacht, um sich auf die Einweihungsfeier vorzubereiten.” „Früher mussten die Kinder mit dem Bus in andere Dörfer zu anderen Schulen fahren, um dort den Sportunterricht zu machen,” ergänzt Monika Geppert, OGS-Mitarbeiterin. Dohm sagt: „Seit den Herbstferien läuft der Sportunterricht in dieser Halle. Heute können wir - abgesehen von einigen Mängeln durch Verzögerungen aufgrund einer Überschwemmung durch ein Unwetter - unsere Turnhalle eröffnen.”

„Meine Tochter Pia ist heute Seiltänzerin”, berichtet Marcel Broszy. „Ich freue mich natürlich, bin aber auch überrascht. Ich finde das doch sehr luxuriös, dass Begau jetzt eine eigenen Turnhalle bekommen hat.” Der 36-Jährige ist früher selber auf diese Grundschule gegangen. „Ich hätte mich damals sehr gefreut. Wir mussten früher immer in die Broicher Siedlung zur Turnhalle fahren. Und für die Kinder jetzt freue ich mich total. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass sich diese Investition mittelfristig rentiert, denn wegen des demografischen Wandels werden immer weniger Kinder an diese Grundschule gehen.”

Die neue Sporthalle steht allerdings auch den Vereinen der Umgebung zur Verfügung. Sie ist mit modernster Technik ausgerüstet: Solarunterstützte Heizungs- und Warmwasserbereitungs- sowie Lüftungsanlangen mit Wärmerückgewinnung. Sie verfügt über umfangreiche Sportgeräte, wie Reckanlage, Multifunktionsschaukel, Ballsportanlagen und Klettereinrichtungen. Der zweigeschossige Nebenraumtrakt verfügt im Obergeschoss über den Umkleidebereich und eine Galerie, von der aus Zuschauer in die Halle blicken können. Im Erdgeschoss stehen eine barrierefreie Umkleide mit WC und Dusche sowie Toiletten für Besucher zur Verfügung.

Die Gesamtkosten von 1,2 Millionen Euro wurden vollständig über die Mittel des Bundes aus dem Konjunkturpaket II finanziert. Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders gibt einen Rückblick: „Die fünf Millionen Euro des Konjunkturpaketes II sind ausschließlich in die Arbeit für Kinder und Ehrenamtler geflossen. In Schulen, Sportplätze und -hallen. Wir haben das Geld fair an alle Ortsteile verteilt. Die Schule in Begau war die einzige im Bereich Mariadorf/Hoengen, die noch keine eigene Sporthalle hatte. So hat der Rat ein Signal gesetzt: Kinder sind Zukunft.”

So werden künftige Schüler direkt im Ort Sportunterricht haben können. Maya Dautzenberg muss zwar noch zwei Jahre warten, denn sie ist erst vier Jahre alt, aber ihr gefällt die Sporthalle jetzt schon: „Meine große Schwester Julia hat Tücher jongliert.”
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