Neue Technischen Dezernentin: Zum Einstieg gleich ein brisantes Thema

Von: mas
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Den Austausch von alten Windkrafträdern und die Installation neuer Anlagen hat sich Baesweiler vorgenommen. Das Thema wurde erneut im Bauausschuss behandelt. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Den allgemeinen Eindrücken folgend „bestand“ Iris Tomczak-Pestel ihre erste Ausschusssitzung in neuer Position mit Bravour. Die Technische Dezernentin – für Peter Strauch im April nachgerückt – hatte zudem ein sehr anspruchsvolles Aufgabenpaket von den Verwaltungskollegen aufgetischt bekommen.

So unter anderem die Flächennutzungsplanänderung Nr. 75, untertitelt mit „Vorrangzone für Windkraft“ im Stadtteil Baesweiler.

Das Thema hatte den Ausschuss für Bau und Planung bereits vor Wochen „sehr ausgiebig beschäftigt“, wie Ausschussvorsitzender Wolfgang Lankow eingangs bemerkte. Die Untere Landschaftsbehörde und unter anderem auch die Städteregion Aachen hatten aus Gründen des Naturschutzes und des Erhalts der Artenvielfalt eine Reduzierung der ursprünglich ausgewiesenen Flächen für die Windkraftzonen gefordert.

Auch eine private Eingabe musste extra behandelt werden, denn auch diese Fläche fällt den neuen Plänen zum Opfer, um an einem Biotop festzuhalten. Dem kam die Stadt nach, was wiederum die Bündnisgrünen auf den Plan brachte. Die Stadt sieht sich gezwungen, bestimmte favorisierte Bereiche aus den Planungen herauszunehmen.

Grünen-Sprecher Rolf Beckers betonte nochmals, „die jetzt in den Plänen verbliebenen Flächen reichen nicht. Wahrscheinlich bleiben nur noch drei Windkraftzonen übrig.“ Die Grünen lehnten im Abstimmungsmarathon entweder ab oder enthielten sich zu allen weiteren Punkten. Im Gegensatz zur CDU.

SPD mit eigenem Antrag

Ferdi Reinartz bekräftigte, „wir bleiben bei den jetzigen Planungen“. Dazu stellte er auch heraus, „es macht keinen Sinn, sich an Wahrscheinlichkeitstheorien festzuhalten“. Unterstützung in Sachen Abstimmung bekam die CDU von der SPD.

Die Sozialdemokraten brachten außerdem im weiteren Verlauf der Sitzung einen eigenen Antrag zur Aufrechterhaltung und Ausweitung neuer Windkraftzonen im Stadtgebiet Baesweiler ein. Der Beschlussvorschlag der SPD: „Die nach den Untersuchungen als geeignet ausgewiesenen Konzentrationszonen für Windenergie aufrechtzuerhalten und den Bau weiterzuverfolgen.“

Diese Zonen, so wünscht sich das die SPD, sollen im Bereich der Ortsteile Puffendorf, Beggendorf und Floverich ausgewiesen werden. Den Antrag stützten die Grünen, er wurde aber mehrheitlich von der CDU abgelehnt. Eine der Begründungen: Die Anlagen reichen zu nah an die Orte heran. Zudem, so argumentiert die Stadt, müssten in erster Linie die Interessen der dort wohnenden Bürger gewahrt werden.

Baesweiler will außerdem „die Entwicklung einer interkommunalen Windkraftzone in den Kommunen Linnich und Aldenhoven abwarten, um dann erneut über die Ausweisung von Windkonzentrationszonen zu beraten“, formulierte Iris Tomczak-Pestel.

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