Würselen - Neue „Schlaglichter“ informieren über die Geschichte Würselens

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Neue „Schlaglichter“ informieren über die Geschichte Würselens

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Die „Macher“ der zweiten Ausgabe von „Schlaglichter“: (v.l.) Gerhard Welper, Norbert Lynen, Günter Breuer, Achim Großmann, Dr. Franz Kerff und Heinz Josef Küppers. Foto: Karl Stüber

Würselen. Dass Heimatgeschichte ein schier unerschöpfliches Themenfeld ist, zeigt einmal mehr die zweite Ausgabe von „Schlaglichter – Geschichten und Geschichte aus Bardenberg, Broichweiden & Würselen“.

Herausgegeben wird das Heft von der Kulturstiftung Würselen in Zusammenarbeit mit dem extra neu gegründeten Arbeitskreis Geschichtswerkstatt, der „zur Vernetzung der Heimatgeschichte in Würselen beitragen soll“, wie der Vorsitzende der Kulturstiftung, Achim Großmann, sagte.

Er stellte jetzt gemeinsam mit seinen Mitstreitern das neue Heft mit dem Titel „Kalkberg im Wurmtal“ im Alten Rathaus interessierten Gästen vor. Großmanns Hoffnung, dass mit dem ersten Heft „Zigarren aus Würselen“ über die Historie des heutigen Singergeländes die Grundlage für ein neues „Periodikum“ geschaffen wird, in dem auch mal Artikel „mit drei bis vier, aber auch schon mal mit zehn bis zwölf Seiten stehen können, die sich mit heimatgeschichtlichen Aspekten beschäftigen, hat sich erfüllt. Es gibt offensichtlich genug Autoren in Würselen, die sich der Mühe unterziehen, Themen zu finden und „mit durchrecherchierten Quellen“ fundierte Beiträge zu schreiben.

Im neuen Heft befasst sich Gerhard Welper mit dem „Kalkberg im Wurmtal“, der von den Solvay-Werken aufgespült und nicht aufgeschüttet wurde. Das heutige Naturschutzgebiet war einst ein ausgedehnter Lagerplatz für Industrie- und Hausabfälle, „eigentlich der größte Dreckhaufen der Region“, schreibt Welper.

Günter Breuer nimmt die „Franzosenzeit“ unter die Lupe und lässt dabei fünf zeitgenössische Autoren zu Wort kommen. So erfährt man zum Beispiel, dass Würselen einst ein bedeutender Standort für die Produktion von Handfeuerwaffen war. Dr. Franz Kerff und Norbert Lynen werten ein Notizbuch aus, das sich im Pfarrarchiv St. Sebastian befindet. Pfarrer Matthias Bettendorff hatte dies während seiner Amtszeit von 1705 bis 1736 angelegt und geführt. Einnahmen und Ausgaben, sowie Preise für Lebensmittel und Arbeitslöhne sind hier aufgeführt, aber auch interessante Rezepturen für Heilmittel gegen und bei Krankheiten.

Großes Lob gab es von Heinz Josef Küppers (Kulturarchiv Würselen) für Achim Großmann. der diesmal zwar nicht als Autor aktiv war, aber als Koordinator die reich bebilderte zweite Ausgabe der „Schlaglichter“ realisierte.

Großmann gab auch einen Ausblick auf mögliche Themen, die sich in weiteren Ausgaben der „Schlaglichter“ finden könnten: die Entstehung von Würselen, Münzen und Scherben als Zeugnisse der Besiedlung, Biografien von Politikern und Künstlern, Auswertung von alten Luftbildern, die Geschichte von Gebäuden, Arbeitsplätze im Wurmtal, Brauereien sowie Brennereien und vieles andere mehr. Die nächste Ausgabe ist gewiss. Die aktuelle Heft 2 wie auch das erste „Schlaglicht“ sind für Interessierte unter anderem beim Kulturarchiv im Alten Rathaus kostenlos zu haben, wobei Spenden zur Finanzierung weiterer Hefte gerne gesehen sind, wie Großmann hervorhob.

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