Neue Messung: Zwei Drittel weniger Lkw in Setterich

Von: Stefan Schaum
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Netz der Umleitungen: Mit Hilfe zahlreicher Schilder will die Stadt Schwerlaster raushalten. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Die ersten der seit längerem angekündigten Kontrollen könnte es dieser Tage geben. In den kommenden Wochen wird die Polizei verstärkt darauf achten, dass etwa über die Settericher Hauptstraße bloß noch der Schwerlastverkehr rollt, der dort fahren darf. Anlieferer nämlich. Alle anderen Brummis hatte die Stadt nach Fertigstellung der Bundesstraße 57 n aus ihren Ortskernen verbannt.

Wie es aussieht, mit erstem messbaren Erfolg. Im Verkehrs- und Umweltausschuss legte der Beigeordnete Frank Brunner Zahlen auf den Tisch.

Im Oktober 2012 hatte man im Bereich des Neuen Marktes in Setterich eine Woche lang das Lkw-Aufkommen mit stationären Messgeräten geprüft. Ergebnis: In dieser Zeit fuhren dort 1871 Lkw Richtung Adenauerring und 1929 in Richtung Schnitzelgasse.

Eine erneute Messung hatte es im vergangenen November gegeben. Deren jetzt ausgewertetes Ergebnis: nur noch 789 Lkw Richtung Adenauerring und 875 Richtung Schnitzelgasse. Unterm Strich knapp zwei Drittel weniger also.

Und in dieser Summe können Fahrzeuge enthalten sein, die eben nicht die ansässigen Firmen und Geschäfte ansteuerten.

„Die Polizei hat uns daher die Kontrollen zugesagt“, sagte Frank Brunner. In Kooperation mit den Beamten wurde nach Ortsterminen jüngst auch die Beschilderung in Sachen Durchfahrtverbot aufgestockt. Nun hängt ein weiteres an der Hauptstraße, Ecke Grünstraße. Somit an zehn Stellen in der Stadt.

Nötig ist das, weil die Stadt nicht grundsätzlich die komplette Ortsdurchfahrt untersagen kann. So ist ein Teil der Settericher Hauptstraße noch Landstraße – und da dürfen Lkw fahren. Deshalb gibt es ein größeres Schildernetzwerk, das eine Art Umleitungssystem ist.

Nicht immer sei diese Beschilderung ganz schlüssig, sagte im Ausschuss seitens der Grünen Hans-Dieter Deserno. Sein Eindruck: Wer durchfahren wolle, finde trotz Beschilderung noch „Schlupflöcher“.

Hier könne man sicher weiter nachbessern, räumte Brunner ein. „Einfach ist das Ganze nicht. Wir wollen ja so wenige Schilder wie möglich haben – aber wir brauchen so viele, wie nötig.“

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