Neue Kunst- und Kulturkooperation In Herzogenrath

Von: Nina Krüsmann
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Ein Liebespaar in den Wirren des Krieges: Schüler des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath präsentieren ihre Ergebnisse im Klösterchen, hier ein Gemälde von Editha Gashi. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. „Kunst und Kultur aus der Schule tragen“ wollen Jugendliche des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath. „Immer schon ist das Soziokulturelle Zentrum Klösterchen in Herzogenrath darauf bedacht, neben den vielfältigen eigenen Aktivitäten im Bereich Kunst und Kultur auch neue Beziehungen zu knüpfen, bei denen es auch und gerade um kulturelle Bildung geht“, erklärt Wilfried Hammers vom Klösterchen.

 Entsprechend positiv nahm man daher auch eine Anfrage seitens des Gymnasiums auf, deren neue Linie „Kunst und Kultur aus der Schule tragen“ zu unterstützen. Unter Leitung der Lehrer Ariane Radtke und Christian Reifarth entstand diese neue Kunst- und Kulturkooperation und nach dieser erfolgreichen Startzusammenarbeit streben beide Partner eine fest verbriefte Kulturkooperation an.

So kommt es nun im Klösterchen an der Dahlemer Straße in Herzogenrath-Ritzerfeld zur ersten Präsentation der Ergebnisse des Schulprojekts „Krieg und Frieden“ mit einem entsprechenden Themenabend. David Schischke, Jannis Zeller und Julius Haring eröffnen mit Musik unter dem Motto „Hero of War“ das Abendprogramm: Akustischer Punkrock mit tiefgründigen Texten wird geboten. Neben ganz unterschiedlichen Ergebnissen interdisziplinären schulischen Lernens sind auch viele Exponate auf einer Kunstroute innerhalb des Kulturhauses zu bestaunen. Collagen, Fotoserien, Zeichnungen und Gemälde greifen das Thema facettenreich auf. „Wir haben versucht, das Thema realitätsnah darzustellen, jeder konnte seine eigene Herangehensweise wählen“, erzählt die 17-jährige Raphaela Dylong. Sie hat mit den Freundinnen Nadja Pelzer und Katharina Sistenich unter anderem eine Fotoserie erstellt.

Intensive Auseinandersetzung

„Beeindruckend ist, wie intensiv sich die Schüler dem Thema Krieg und Gewalt gerade auch in diesem historisch belasteten Monat November gestellt haben“, betont Hammers. Grafiken, Malereien, Objekte und Fotografien auf der einen und literarische sowie musikalische Beiträge auf der anderen Seite bleiben aber nicht in der Vergangenheit verhaftet, sondern stellen dem Zuhörer und Betrachter deutlich die Frage, was heute und zukünftig Frieden heißt. „Auch geht es darum, wie wir alle dazu beitragen können, uns diesem Zustand mit all unserer Sehnsucht mindestens anzunähern“, sagt Hammers.

Die Schüler präsentieren Ergebnisse aus den Fachbereichen Geschichte, Literatur, Kunst und dem AG-Bereich. „Im Sinne einer projektorientierten Vernetzung der verschiedenen Fachbereiche kreisen die entstandenen Produkte philosophisch, poetisch und künstlerisch um die gemeinsame Thematik“, erklärt Ariane Radtke. Dabei schauten die Schüler forschend in Vergangenheit und Gegenwart: Was heißt heute eigentlich Frieden? Während die Literatur-AG sich dem Thema mit Gedichten, Reden und fiktiven Briefen mit kreativer Freiheit nähert, greifen Schüler im Fach Geschichte auf Originaldokumente zurück, die sie dem Publikum vorstellen.

Im Kunstunterricht sind Grafiken, Malereien, Objekte und Fotografien rund um das Thema „Krieg“ entstanden, und die SMS-AG überrascht mit einer außergewöhnlichen Präsentationsform, die Aufmerksamkeit fordert und zum Nachdenken anregt.

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