Neue Konturen für August-Schmidt-Platz

Von: Yannick Longerich
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Ragnar Migenda, technischer Beigeordneter der Stadt, informierte über die konkreten Vorstellungen der Verwaltung zur Umwandlung des Platzes. Foto: Yannick Longerich

Herzogenrath. Von einer „kontinuierlichen Entwicklung“ und einer „neuen Etappe“ in der Umwandlung des Merksteiner August-Schmidt-Platzes sprach Ragnar Migenda, technischer Beigeordneter der Stadt. Fast ein Jahrzehnt lang tauchte die traditionsreiche Parkanlage an der Kirchrather Straße in den Überlegungen zur Stadtverschönerung auf.

Bei der Bürgerversammlung stellte die Stadt nun ihre konkreten Vorstellungen vor und nahm Anliegen und Vorschläge aus den Reihen der Bevölkerung auf.

Die verhältnismäßig lange Vorbereitungszeit hat ihre Ursache in der letzten Umgestaltungsmaßnahme. In den 1980er Jahren wurde diese unter anderem mit Städtebaufördermitteln vom Land finanziert. „Wäre der Platz innerhalb von 25 Jahren noch einmal in dieser Form umgebaut worden, hätte eine Rückzahlungspflicht eingesetzt. Wir haben uns daher auf Arbeiten im Umfeld der Anlage beschränkt“, erläuterte Migenda.

Für 2018 seien – bei Genehmigung des Haushaltsentwurfs – 150.000 Euro für einen Umbau eingeplant. Wochenmarkt und weitere Veranstaltungen unter freiem Himmel sollen auf den ehemaligen Marktplatz zurückkehren. „Wir möchten den Platz als Ort der Begegnung erhalten und seinen Stellenwert als Lebensmittelpunkt für die Bürger weiter fördern“, betonte Bürgermeister Christoph von den Driesch.

Ein erster Schritt sei laut der Verwaltung die Ansiedlung eines neuen „Non-Food-Nahversorgers“, der die Gewerberäume im nördlichen Teil (ehemals Netto) beziehen soll. Die Einigung mit dem Eigentümer sowie dem Gewerbe stünde kurz bevor, einen Namen wollten die Verantwortlichen jedoch noch nicht nennen.

Diskussionen entfachten die Vorschläge der Stadt bezüglich der neuen Aufteilung am August-Schmidt-Platz. Migenda schlug vor, die Hochbeete zu entnehmen und mit Blick auf die erhebliche Rattenpopulation, die flankierenden Hecken um ein gutes Stück zurückzuschneiden. Dies hätte zusätzlich positive Auswirkungen auf die parallel zur Straße verlaufenden Parkplätze an der Kirchrather Straße.

Das Plenum zeigte sich weniger begeistert von dem Vorschlag, zugunsten einer besseren Sicht auf den neuen Nahversorger zwei Birken aus dem Zentrum des Platzes zu entfernen. Auch solle davon abgesehen werden, die Grünfläche zugunsten von befestigten Marktflächen zu verkleinern. Für einen Wochenmarkt etwa sei genug Stellfläche vorhanden.

Kostenloses Parken erhalten

Bürgerin Ulrike Wolf beklagte, dass die Parksituation zu sehr im Vordergrund der Pläne stehen würde, die Natur solle nach Möglichkeit erhalten bleiben. Die Parkplätze an der ehemaligen Netto-Filliale werden in der jetzigen Form weiter bewirtschaftet, ein möglicher Neu-Mieter der Immobilie ist auf diese zwingend angewiesen. Eine kostenlose Parkdauer von zwei Stunden via Parkscheibe bleibt erhalten.

Die Stadt verwies darüber hinaus auf den „Park&Ride-Parkplatz“ am Farbenfachgeschäft Herkenrath. Aus den Reihen der Bürger wurde jedoch deutlich gemacht, dass dieser schlecht ausgeschildert, bei Dunkelheit unzureichend beleuchtet und generell in ungepflegtem Zustand sei. Hier wurde Verbesserung zugesichert.

Zuletzt wurde auch die Verkehrsinsel auf der Kirchrather Straße auf den Prüfstand gestellt. Durch die Lage unmittelbar vor der Kreuzung Geilenkirchener Straße provoziere diese erhebliche Verkehrsbehinderungen, da Linksabbieger sich erst spät auf die entsprechende Spur einordnen könnten. Peter Waliczek schlug stellvertretend für das Plenum eine Lösung mittels eines Zebrastreifens vor.

Stadt und Bürger zeigten sich nach über zweistündiger Diskussion sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Migenda sprach von einer Vielzahl interessanter Ideen, die hervorragend in die guten Voraussetzungen am Platz passen würden, gerade durch die asymmetrische Anordnung. Das nächste Kapitel des August-Schmidt-Platzes nimmt konkrete Züge an.

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