Neue Heimat für Wehr und Rettungswache

Von: ro
Letzte Aktualisierung:
Domizil bezogen: Löschzug Bar
Domizil bezogen: Löschzug Bardenberg und die Rettungswache der Städteregion haben an der Niederbardenberger Straße die offizielle Eröffnung gefeiert. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Beim „Tag der Feuerwehr” ist nun das neue Gerätehaus des Löschzuges Bardenberg der Freiwilligen Feuerwehr an der Niederbardenberger Straße offiziell eingeweiht worden. „Wir haben jetzt eine tolle Unterkunft”, freute sich Löschzugführer Stefan Kaiser.

Die Stadt Würselen investierte am neuen Standort unweit des MZ in Bardenberg für die neue Unterkunft insgesamt 430.000 Euro. In einer Bauzeit von gut einem Jahr entstanden eine neue Fahrzeughalle mit Werkstatt und Lagerraum, Sozialräume und Büros mit einer Nutzfläche von 145 (Halle) beziehungsweise 128 Quadratmetern (Sozialräume, Büros). Der benötigte vierte Stellplatz konnte aber nicht realisiert werden. Der Löschzug Bardenberg verfügt über insgesamt vier Einsatzfahrzeuge.

Ein besonderer Gruß galt bei der Feierstunde im Gerätehaus unter anderem Bürgermeister Arno Nelles, der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers, Städteregionstagsmitglied Stefan Mix, dem Krankenhausseelsorger Gottfried Kader, dem Ersten Beigeordneten Werner Birmanns, Kreisbrandmeister Bernd Hollands, dem Leiter der Würselener Feuerwehr Josef Hermanns und seinem Stellvertreter Ralf Jüsgens, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dr. Axel Thomas und Ralf Leroy von der SEW.

Dass der Neubau des Gerätehauses für den Bardenberger Löschzug unbedingt notwendig war, betonte Bürgermeister Arno Nelles, denn die alte Unterkunft im Schatten des Wasserturms „war schon recht antiquarisch”. Er würdigte die gute Zusammenarbeit mit der Städteregion Aachen, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Stadtentwicklung Würselen.

In einem Kooperationsmodell entstand an der Niederbardenberger Straße nicht nur ein Feuerwehr-Gerätehaus, sondern auch ein Gebäude, das für die Rettungswache der Städteregion und weitere Belange des Katastrophenschutzes genutzt wird. Im Bereich der Feuerwehr dürfe man nicht sparen, unterstrich der Bürgermeister angesichts der zahlreichen Einsätze der Würselener Feuerwehr. Die Feuerwehrleute im haupt- und ehrenamtlichen Bereich leisteten eine „vorbildliche Arbeit”.

Mit der Übergabe des elektronischen Schlüsselchips an den Löschzugführer Stefan Kaiser hieß Bürgermeister Nelles die Bardenberger Feuerwehrleute in „ihrer” neuen Wache offiziell willkommen. Krankenhausseelsorger Gottfried Kader bat bei seiner Einsegnung um Schutz des Heiligen Florian. Als Geschenk übereichte er ein Kreuz. Kreisbrandmeister Bernd Hollands wies auf die „Gemeinschaftsleistung” von Städteregion und Stadt Würselen hin, die eine große Bedeutung über Bardenberg hinaus habe.

An diesem „Tag der Feuerwehr” nutzten viele Gäste die Gelegenheit zur Besichtigung des neuen Gerätehauses. Interessante Vorführungen zu den Themen Feuerlöscher und technische Rettung aus verunfallten Fahrzeugen unter der Moderation von Daniel Helfer rundeten das Programm ab. Vorgeführt wurde von den Bardenberger Feuerwehrleuten der Einsatz einer Schutzausrüstung im Bereich Atemschutz und Chemikalien. An einem Überschlagsimulator der Dekra wurde zudem eindrucksvoll dargestellt, welche Fliehkräfte bei einem Unfall auf den Menschen einwirken.

„Ingesamt ist der Löschzug Bardenberg gut aufgestellt”, sagte Löschzugführer Stefan Kaiser. 26 Feuerwehrfrauen und -männer sind im Löschzug aktiv. Hinzu kommen 15 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr im Alter von 10 bis 17 Jahren. Im Jahr 2011 konnte Jugendwart Franz-Josef Mertens übrigens das 25-Jährige der Jugendfeuerwehr und in seiner Funktion als Jugendwart feiern. Kürzlich konnte der Löschzug Daniel Helfer als neuen Jugendbetreuer gewinnen. Der 33jährige Lehrer ist seit über 20 Jahren im Löschzug aktiv. Seine Feuerwehrlaufbahn begann wie bei den meisten Mitgliedern des Löschzugs in der Jugendfeuerwehr.

Engagierte Mitstreiter

Sven Dreesbach, ebenfalls ein ehemaliges Jugendfeuerwehrmitglied, wurde 2011 zum Fachberater Medizin der Feuerwehr Würselen bestellt. Der 32-jährige Anästhesist ist als Gruppenführer im Löschzug tätig. Löschzugmitglied David Roth steht kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann. Der 22-Jährige engagiert sich seit Jahren in verschiedenen Bereichen des Löschzugs. Unterbrandmeister Mark Mertens zeichnet sich seit vielen Jahren für den Fuhrpark des Löschzugs verantwortlich. Auch er fand über die Jugendfeuerwehr den Weg zur Feuerwehr.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert