Neue Großbaustelle im Gewerbegebiet

Von: Stefan Schaum
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Viel Platz für das Wachstum: Gegenüber von „Cook-Medical“ soll im Gewerbegebiet nahe Beggendorf die Firma API eine Heimat und Ausbaureserven finden. Foto: Stefan Schaum
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Stolz auf den Zuwachs im Gewerbegebiet: Baesweilers Wirtschaftsförderer Dirk Pfeifferling, Bürgermeister Dr. Willi Linkens, Technischer Beigeordneter Peter Strauch (v.r.) und Iris Tomczak-Pestel, Leiterin Bauordnungsamt, begrüßten API-Firmenchef Achim Heyne (4.v.l.), den Prokuristen Jürgen Hacker (3.v.l.) und Professor Joachim Vorbrüggen vom Planungsbüro VSI.

Baesweiler. Das ist mal ein richtig dicker Brocken: Gut 400 Arbeitsplätze auf einen Schlag werden mit der Firma API von Aachen nach Baesweiler wechseln. Im Gewerbegebiet soll an der Robert-Koch-Straße schon in der kommenden Woche der Bau eines Gebäudes beginnen, in dem das EDV-Großhandelsunternehmen Hochregallager, Logistik und Büroräume kombiniert.

„Für uns ist das ein echter Glücksfall“, kommentierte Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens am Dienstag die Ansiedlung des dann wohl größten Arbeitgebers in der Stadt.

Zwei Jahre Vorlaufzeit

Einfach sei die Vorbereitung dieses Coups nicht gewesen, erinnerte er sich an eine „zweijährige Vorlaufzeit voller Umplanungen“. Immer wieder hatte das Unternehmen seine Pläne für die Nutzung der Flächen geändert oder ergänzt. Doch im Grunde ist genau das ein gutes Zeichen. „Wir wachsen nach wie vor enorm und müssen daher laufend neu strukturieren“, sagt Firmenchef Achim Heyne, der den Vertrieb für Computer, Software und Zubehör 1994 in Aachen gegründet hat. Jährlich kommen 20 bis 40 neue Arbeitsplätze hinzu, am Aachener Standort ist das am Grünen Weg gestartete Unternehmen mit seinen Lagern mittlerweile auf sechs kleinere Standorte verteilt.

Heyne: „Wir mussten immer wieder neue Flächen finden und sind so nach und nach über die ganze Stadt verteilt gewachsen.“ Kein idealer Zustand. Doch die Suche nach einer großen Fläche, auf der alles wieder unter ein Dach gebracht werden kann, habe sich als zäh erwiesen. Viele Quadratmeter zu bezahlbaren Preisen – die habe man schließlich in Baesweiler entdeckt, „die Konditionen hier waren einfach attraktiv“. Platz für das Wachstum ist ebenfalls vorhanden. Im ersten Bauabschnitt wird zunächst auf 35 800 Quadratmetern begonnen. Weitere 25 000 Quadratmeter Erweiterungsfläche sind vertraglich bereits fixiert.

Was da gegenüber des Unternehmens Cook-Medical entsteht, hat gewaltige Außmaße. Rund 20 Meter über den Boden soll die Halle emporragen, doch ein guter Teil wird unterirdisch angelegt. Bis zu sieben Meter wird ins Erdreich hineingebuddelt, damit das Hochregallager so untergebracht werden kann, dass von Beggendorf aus der Blick in die Landschaft möglich bleibt. „Wir haben bei der Planung darauf geachtet, dass kein monumentaler Klotz entsteht, an dem man nicht vorbeischauen kann“, sagte Bürgermeister Willi Linkens. Ein begrünter Wall soll das Gebäude aus Richtung Beggendorf zudem möglichst harmonisch in die Landschaft einfügen.

Innen ist es richtig spannend

Von außen betrachtet, wird das Gebäude mit rund 261 000 Kubikmetern nicht viel mehr als eine große, graue Hülle sein. „Im Inneren ist das aber ein richtig spannendes Ding“, sagte am Dienstag Professor Joachim Vorbrüggen vom Aachener Planungsbüro VSI. Auf modernem technischen Stand seien Büro- und Logistikflächen sowie das teils automatisierte Lager lückenlos verzahnt. „Wir haben in Sachen Logistik versucht, so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau zu schaffen.“ Vor allem die Zahl der Büroarbeitsplätze erfreute Linkens. Gut 200 gibt es bei API in diesem Bereich – bei zehn bis 20 Auszubildenden pro Jahr.

„Das sind Arbeitsplätze, die für unsere Region bedarfsgerecht sind.“ Und dass der eine oder andere Mitarbeiter sich für Baesweiler als Wohnraum entscheiden könnte, sei ebenfalls willkommen. Rund 3500 Sendungen verschickt die API täglich. Firmenchef Achim Heyne rechnet damit, dass in Baesweiler etwa 20 Lkw pro Tag das Gelände verlassen und ansteuern. „Das wird sicher nicht für Verkehrsbelastungen sorgen“, sagte er, zumal der Standort verkehrsgünstig an der B 57n gelegen sei.

Fertig bis Ende 2015

Die Zelte wird das Unternehmen in Aachen wohl komplett abbrechen, wenn der Bau in Baesweiler fertiggestellt ist, sagte Heyne. Rund 24 Millionen Euro wird die API GmbH dazu in den ersten Bauabschnitt investieren, der bis September 2015 beendet sein soll.

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