Neue Gedenkplatte in Erinnerung an den Bergbau in Kohlscheid

Von: fs
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Enthüllt: (v.l.) Reimund Billmann, Franz-Josef Küppers (beide Heimatverein), Vize-Bürgermeisterin Anne Fink und Ratsherr Josef Dautzenberg gaben den Blick auf die neue Tafel frei. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Die Erinnerung an den Bergbau im Aachener Wurmrevier sollte wach gehalten werden: Am 6. Juli 1996 war auf dem Gelände der ehemaligen Grube Laurweg (heute Technologie-Park Herzogenrath) die von der IGBCE-Ortsgruppe Herzogenrath gestiftete Drehscheibe im Bergbau an die Bevölkerung übergeben worden – und später gestohlen.

Eine neue Gedenktafel musste her: Die IGBCE Ortsgruppe Herzogenrath-Würselen und der Heimatverein Kohlscheid luden jetzt zu ihrer Enthüllung ein. Vorsitzender Franz-Josef Küppers hieß zur Feierstunde zahlreiche Gäste willkommen. Vize-Bürgermeisterin Anne Fink betonte, dieses Denkmal zeige, dass immer noch großes Interesse an der Vergangenheit bestehe. Die Leiterin heimatkundlicher Arbeitskreises, Karin Busch, ließ die lange Geschichte des Kohlscheider Bergbaus Revue passieren. Dazu hatte der Heimatverein zwei große Schautafeln gestaltet.

Die gestohlene Messingtafel wurde durch eine Granittafel ersetzt. Der Dank dafür ging an den Heimatverein, der sich finanziell beteiligte, sowie an Peter Kotwica, der auch diese Gedenktafel anbrachte, sowie an Franz-Josef Kelleter, der den Platz anschaulich hergerichtet hatte. Im Oktober jährt sich der erste Spatenstich am TPH zum 25. Mal.

Mit Erhalt und Pflege der Bergbaudenkmals, so betonte Küppers, „wollen wir an Vergangenes erinnern und den neuen Belegschaften im TPH Mut zum Strukturwandel zusprechen“. Bürgermeister Willi Schultheis, Stadtdirektor Helmut Lesmeister und Ministerin Anke Brunn hatten im Oktober vor 25 Jahren an dieser Stelle gestanden und die Weichen „für unsere Stadt, für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Richtung Zukunft“, gestellt.

Ein bis dahin einzigartiges Projekt wurde angeschoben, das die Entwicklung zukunftsorientierten Gewerbes ermöglichen sollte. Schnell war der TPH an seine Kapazitätsgrenzen gekommen, ein zweiter Bauabschnitt musste her.

Die damals angedachten Verbindungen zur RWTH-Stadt Aachen funktionierten wie geplant. Firmen kamen und gingen, expandierten, lagerten sich aus. Mit Aixtron beherbergt der TPH einen Global Player. Cerobear Hochleistungskeramik, Clean Lasersysteme, Ericsson Eurolab, Head Acoustics und Meta Motoren- und Energietechnik sind nur einige von insgesamt 80 angesiedelten Unternehmen.

Arbeitsplätze sind entstanden, Wirtschaftskraft entwickelte sich, und mit der Erschließung des Gewerbegebietes Dornkaul, direkt in der Nachbarschaft des TPH, ist noch kein Ende des Expandierens in Sicht. „Wenn alles so berechenbar wäre, wäre die Welt leicht zu erklären“, schloss Küppers.

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