Neue Gasleitung: Ein Jahr Staugefahr auf Broichweidener Hauptstraße

Von: Stefan Klassen
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Bald Baustelle: Die Hauptstraße in Broichweiden wird deshalb ab kommender Woche zur Stau-Zone. Foto: Stefan Klassen

Broichweiden. Schon jetzt bereitet die Ortsdurchfahrt von Broichweiden sowohl Verkehrsteilnehmern als auch Anwohnern wenig Freude: Bis zu 20.000 Fahrzeuge schlängeln sich täglich über die Hauptstraße, weshalb die Ortsumgehung K34, deren Bau in diesen Tagen beginnt, heftig herbeigesehnt wird.

Anfang 2011 soll die Osttangente fertig sein. Bis dahin kommt es für alle Beteiligten noch einmal knüppeldick.

Einspurig mit Wander-Ampel

Ab der nächsten Woche werden Bautrupps die Hauptverkehrsader zusätzlich abklemmen - und das ein ganzes Jahr lang. Grund ist die Erneuerung der Erdgasleitung auf einer Strecke von 1,2 Kilometern.

In drei Bauabschnitten tauscht Energieversorger EWV die rund 50 Jahre alten Rohre gegen neue aus. Bis August, so EWV-Sprecherin Michaela Humphries, soll die erste Etappe zwischen Schul- und Luciastraße bewältigt werden, danach folgen die Abschnitte zwischen Luciastraße und Eschweilerstraße sowie Eschweilerstraße und Nassauer Straße.

Dass angesichts der Baumaßnahme gravierende Verkehrsbeeinträchtigungen unvermeidbar sind, ist den Verantwortlichen klar.

„Das Austauschen der Leitung ist Routine, der Verkehrsfluss jedoch ein Problem”, so EWV-Sachgebietsleiter Detlef Androsch.

Verkehrsteilnehmer und Anwohner müssen sich in den nächsten zwölf Monaten auf eine „wandernde” Ampel samt einspuriger Verkehrsführung auf der Hauptstraße einstellen.

Zwar sind die Baustellen jeweils nur 50 Meter lang, Staus werden jedoch an der Tagesordnung sein. Androsch rät deshalb: „Wer sich auskennt, sollte den Bereich umfahren.”

Dies wiederum dürfte die Anwohner etwa der Feldstraße, die parallel zur alten Bundesstraße 1 verläuft und sich als Ausweichroute geradezu anbietet, wenig erfreuen.

Bernd Schaffrath, Sprecher der Stadt Würselen, kündigt schon einmal an: „Unsere Verkehrsüberwachungkräfte werden das Geschehen auf den Nebenstraßen intensiv im Auge behalten.” Die Stadt werde, falls nötig, dann „dementsprechend reagieren”.

Rund 500.000 Euro wird die EWV in die neue Gasleitung sowie 125 neue Hausanschlüsse investieren. „Damit stellen wir die Versorgung auch im Hinblick auf das künftige Gewerbegebiet in Merzbrück sicher”, betont Detlef Androsch.

Letzteres soll 2011 in Angriff genommen werden - wenn die Osttangente fertiggestellt ist. Dann wird auch die vom Durchgangsverkehr entlastete Hauptstraße zurückgestuft.

Bis dahin wollte der Energieversorger mit der Erneuerung seiner Erdgashauptleitung aber nicht warten: Schon seit zehn Jahren plane die EWV diese Maßnahme.

Und: Vom Bau der K34 und somit einer ab 2011 entlasteten Hauptstraße habe man erst kürzlich vom Kreis Aachen erfahren, so Androsch. „Eine Abstimmung unserer Maßnahme mit dem Bau der K34 gibt es nicht.”
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