Herzogenrath - Neue Bläserklasse am Herzogenrather Gymnasium

Neue Bläserklasse am Herzogenrather Gymnasium

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Instrumentenbaumeister Markus Leuchter (r.) zeigte den Kindern der Bläserklasse am Städtischen Gymnasium in Herzogenrath, wie beispielsweise eine Trompete wieder richtig sauber wird.

Herzogenrath. „Es ist ganz normal, dass sich manche Sachen auch mal in einer Trompete wiederfinden“, weiß Instrumentenbaumeister Markus Leuchter. Der Kohlscheider war wie sein Kölner Kollege Christoph Siewers jetzt am Herzogenrather Gymnasium zu Gast.

Sie zeigten den 29 Fünftklässlern, die seit dem Beginn des neuen Schuljahrs ihren Musikunterricht in den Bläserklassen absolvieren, wie das geht mit der sauberen Trompete.

„Das ist im Grunde genommen narrensicher gemacht“, erklärte Leuchter, „man muss da keine Angst haben.“ Und so zeigte er den Kindern am Beispiel der Trompete, wie sich das wertvolle Instrument auseinanderbauen, reinigen und wieder zusammensetzen lässt.

Nötig wird das übrigens nicht nur wegen des Kondenswassers, das sich auf ganz natürliche Art und Weise im Instrument ansammelt und auch mal „abgeblasen“ werden kann: „Wenn ihr beispielsweise vor dem Start der Klasse noch schnell Euer leckeres Butterbrot gegessen habt, kann es sein, dass sich ein paar Krümel ins Innere der Trompete verirren“, erläuterte Leuchter weiter.

Und das gilt natürlich auch für alles, was sonst so über den Mund dem Körper zugeführt wird. Für die Reinigung brauchen die Schüler im Übrigen kein Werkzeug, betonte der Experte. „Wenn man Werkzeug nötig hat, ist man definitiv auf dem Holzweg“, sagte er und führte die Reinigung in einfachen Schritten vor.

Leichte Hilfsmittel wie ein Putzwerkzeug, dass an Pfeifenreiniger erinnert, hatte er auch dabei und natürlich einen ganzen Rucksack voller Tipps.

So sind zu heißes Wasser oder eine Reinigung, die nicht ohne Gewalt am Instrument auskommt, definitiv zu vermeiden. „Bei zu heißem Wasser könnte sich der Lack, mit dem die Instrumente überzogen sind, verabschieden“, prägte er den Schülern ein.

Mit Blick auf die kleinere Teile , etwa die Ventile, riet er, das Ganze nicht in der Badewanne oder im Waschbecken zu waschen. „Sonst sind die kleinen Sachen ruckzuck im Abfluss verschwunden“, warnte Leuchter.

Und schließlich ließ er die Sextaner noch wissen, dass die Reihenfolge beim Putzen eigentlich egal ist. „Wichtig ist nur, dass ihr überall gewesen seid“, sagte Leuchter abschließend.

Das Ganze hatte natürlich auch einen wichtigen Hintergrund. Denn das Städtische Gymnasium hat in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Schule und der Sparkassen-Stiftung dafür gesorgt, dass die 20.000 Euro, die am Ende des Instrumentenkaufs auf der Schulrechnung standen, auch in wirklich gute Instrumente investiert werden konnten.

Damit die Pflege auch stimmt, waren die Experten nun vor Ort, und so können die Musikanten, die ihre Tonerzeuger bei der Schule leasen, künftig in Kooperation mit der Musikschule Herzogenrath und deren Leiter Willem Lindelauf für schöne und vor allem saubere Töne sorgen.

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