Alsdorf - Neue Asylunterkunft in Kellersberg

Neue Asylunterkunft in Kellersberg

Von: nt
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Im Zuge der Flüchtlingskrise sind der Stadt Alsdorf insgesamt 794 Flüchtlinge zugewiesen worden. Bei ihrem Eintreffen galt es, schnell zu handeln und möglichst viele Personen zügig unterzubringen.

Mittlerweile hat sich die Lage im Stadtgebiet beruhigt. Nun bleibt Zeit, die teils überfüllten Unterkünfte auszudünnen und die Bewohner auf Wohnraum im Stadtgebiet zu verteilen. Doch dieser ist knapp, und gerade kinderreiche Familien haben Probleme, geeignete Wohnungen zu finden.

Hinzu käme, dass viele Mieter Vorurteile gegenüber Eingewanderten hätten, so Bürgermeister Alfred Sonders; die Wohnungssuche werde dadurch häufig erschwert. „Die Sorge der Vermieter ist eigentlich unbegründet, aber wir können es nicht ändern“, meinte er. Die Stadt arbeite daran, in den kommenden Jahren kostengünstigen Wohnraum zu schaffen – auch für Flüchtlinge.

Aber vorerst sei es nötig, das Gebäude der alten Volkshochschule an der Ringstraße in Kellersberg zu einer Asylunterkunft für große Familien umzufunktionieren. Rund 40 bis 60 Menschen sollen ab Anfang Juli dort einziehen. „Wir haben 106 Prozent unseres Aufnahme-Solls erfüllt. Und momentan bekommen wir kaum Neuzuweisungen“, erklärte Sonders. Die Unterkunft würde im Notfall zwar Platz für rund 120 Leute bieten, aber das Gebäude sei in der jetzigen Situation nicht als Notunterkunft vorgesehen.

Bei einem Informationstreff für die Nachbarschaft waren 40 Leute gekommen, um sich vor Ort selbst ein Bild von den umgebauten Räumen zu machen. Jede Familie wird in einem ehemaligen Klassenzimmer untergebracht. Dort stehen mehrere Etagenbetten und ein Tisch mit Stühlen. Die Toilettenräume, Duschen, Kochnischen und ein Aufenthaltsraum stehen allen Bewohnern zur Verfügung.

Die Familien aus Syrien, Pakistan und dem Irak sollen in der alten Schule die Möglichkeit haben, nach ihrer Flucht Ruhe zu finden, meinte der Bürgermeister. Sie alle leben schon länger in Alsdorf und haben vom Amt die Auflage erhalten, sich mindestens drei Jahre in der Stadt aufzuhalten. Die Chance auf eine Anerkennung ist also groß. Einige von ihnen könnten sich mittlerweile sogar recht gut auf Deutsch verständigen, sagte Wolfgang Schleibach, Leiter des Sozialamtes. Die anderen sprechen Englisch oder Französisch.

Vor Ort betreut ein Hausmeister das Gebäude, der Verein „ABBBA“ kümmert sich um die Anliegen und die Sprachbildung der Flüchtlinge. Auch ein Sicherheitsdienst steht in der ersten Zeit zur Verfügung.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert