Neue Adresse für ausrangierte Wertstoffe

Von: Thomas Vogel
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Machen vor, wie es geht: (v.l.
Machen vor, wie es geht: (v.l.) Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch, Linnichs Bürgermeister und Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung Regioentsorgung, Wolfgang Witkopp, Regioentsorgungs-Vorstandsmitglied Ulrich Reuter, Roetgens Bürgermeister Manfred Eis, Simmeraths Umweltdezernent Roger Niessen und Indens Bürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender der Regioentsorgung Ulrich Schuster zeigen, wo der Wertstoff hineinkommt. Foto: Thomas Vogel

Herzogenrath. Viel Politprominenz aus der Region hatte sich auf dem Gelände des Herzogenrather Bauhofs eingefunden, der ab dem kommenden Dienstag nicht mehr nur Bauhof ist.

Denn wenn sich am 3. April die Pforten um 8.30 Uhr öffnen, können dort alle Herzogenrather Bürger Wertstoffe und Abfälle kostenlos abgeben. Nur drei Monate nach dem Ratsbeschluss fand an der Eygelshovener Straße die Eröffnung des neuen Wertstoffhofes statt.

Was die Stadt in Kooperation mit der Regioentsorgung AöR auf die Beine gestellt hat, kann sich sehen lassen: Diverse Container stehen zur Verfügung, um vom Altglas über Elektrogeräte bis zu Sperrgut alles Erdenkliche zu entsorgen. Ausgenommen sind Sonderabfälle, Bauschutt und Hausmüll. Mit im Boot ist auch die Recyclingbörse Herzogenrath. Sie wird sich um Sachen kümmern, die noch gut erhalten sind und sich zum Weiterverkauf eignen. Das so erwirtschaftete Geld wird eingesetzt, um Arbeitslose zu qualifizieren und wieder in Arbeit zu bringen.

„Ich bin sicher, dass der Wertstoffhof eine gut und gerne genutzte Anlaufstelle sein wird, mit der wir alle aktiv dazu beitragen können Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schonen”, sagte Rodas Bürgermeister Christoph von den Driesch. Gespannt auf die Akzeptanz und die Trennbereitschaft der Herzogenrather zeigte sich der Verwaltungsratsvorsitzende der AöR und Indens Bürgermeister, Ulrich Schuster. Er war sichtlich erfreut darüber, mit dem neuen Wertstoffhof in Herzogenrath neben den bestehenden in Würselen und Baesweiler bereits die dritte Einrichtung dieser Art im Gebiet der Regioentsorgung in Betrieb zu nehmen. In den kommenden Wochen werden vier Männer pro Schicht die Regie über das Treiben auf dem Wertstoffhof übernehmen - jeweils ein Angestellter des Bauhofs und der Regioentsorgung sowie zwei Mitarbeiter der Recyclingbörse. Ob das Personal mit dem Aufkommen fertig wird, muss die Praxis zeigen. Kai Jansen arbeitet schon seit 13 Jahren im Team des Bauhofs und wird auch beim Wertstoffhof mit anpacken.

Die erste Anekdote kann er bereits jetzt erzählen: Ein paar Entsorgungseifrige waren bereits in der vergangenen Woche angerückt, um den noch gar nicht eröffneten Wertstoffhof „einzuweihen”. „Da haben wir ein Auge zugedrückt”, sagt Jansen. Sogar mit Abfällen, die am Wertstoff nicht abgegeben wird dürfen, steht man dort nicht auf verlorenem Posten. Wo Bauschutt oder Sonderabfälle jeglicher Art abgegeben werden können, erläutert eine Broschüre, die an der Eygelshovener Straße erhältlich ist. Zum ersten Anlieferungstag am Dienstag wird auch AWA-Abfallberaterin Heike Stiller von der vor Ort sein, um den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
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