Neubürger mit Fest empfangen

Von: Daniel Gerhards
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Beliebter Weg: Bei schlechtem Wetter aber wird der Gang vom Parkplatz Comeniusstraße zum Gewerbegebiet Boscheler Berg zur Schlammschlacht. Foto: Daniel Gerhards

Herzogenrath. Knapp 100 Schritte sind es vom Parkplatz an der Comeniusstraße bis zum Gewerbegebiet Boscheler Berg. 100 Schritte, bei denen man sich das Schuhwerk ganz schön versauen kann. Genutzt wird der Weg von zahlreichen Bewohnern der angrenzenden Merksteiner Siedlung die etwa am Boscheler Berg arbeiten oder dort im nahegelegenen Frischmarkt einkaufen.

Zudem nutzen viele Besucher Emir Sultan Moschee am Boscheler Berg den Parkplatz.

Der Integrationsrat fordert seit längerem, den Weg zu befestigen, besser auszuleuchten und auch für Gebehinderte nutzbar zu machen. „Wenn es mal zwei Tage am Stück regnet, kann man da nicht mehr langgehen”, berichtete Vorsitzender Fehmi Tarasi bei der jüngsten Sitzung des Gremiums.

25.000 Euro würde ein einfacher Ausbau kosten. Soll der Weg behindertengerecht werden, müsste die Stadt 95.000 Euro berappen. Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann machte dem Integrationsrat aufgrund der schlechten Haushaltslage wenig Hoffnung auf eine „große Lösung”, höchstens auf eine „Schmalspurvariante”.

Der Bau- und Verkehrsausschuss würde zunächst eine Laterne befürworten, weitere Maßnahmen hängen von der Haushaltslage im kommenden Jahr ab. Das Angebot eine Lampe aufzustellen, nahm der Integrationsrat an. Er bat die Verwaltung zudem, den Weg „mit einfachen Mitteln” auszubessern.

Fraglich bleibt allerdings, ob die Lampe den Weg schon in diesem Winter beleuchten wird. Die nächste Sitzung des Bauausschusses ist erst im März. Ob es nun einen weiteren Beschluss braucht, um die Beleuchtung zu errichten blieb zunächst unklar.

Außerdem regte der Integrationsausschuss in seiner Sitzung an, dass die Stadt Herzogenrath künftig einen Integrationspreis vergeben soll. Mit dem Preis könnten Gruppierungen, Vereine oder kirchliche Organisationen für ihre Verdienste um die Integration ausgezeichnet werden. Der Ausschuss forderte die Verwaltung auf, konkrete Kriterien für die Preisverleihung auszuarbeiten.

„Dazugehören”

Auch in Sachen Einbürgerung machten sich die Migrantenvertreter Gedanken. Wer künftig den deutschen Pass erhält, soll in einer Feier als deutscher Staatsbürger begrüßt werden. Eine solche Geste würde den neuen Staatsbürgern das Gefühl geben, willkommen zu sein.

„Viele Migranten haben den deutschen Pass, aber fühlen sich trotzdem nicht in der Gesellschaft akzeptiert”, sagte Mustafa Bir, „ein Empfang könnte den Leuten das Gefühl geben, dazuzugehören”.

Ein weitere Forderung des Integrationsrats: stärkere materielle Unterstützung für seine Arbeit. So wünscht sich das Gremium eine 19-Stunden-Kraft für die Geschäftsstelle sowie Mittel aus dem Haushalt, die es den Migrantenvertretern etwa erlauben, an Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Zudem sollte Herzogenrath dem Beispiel anderer Städte aus der Region folgen und der Charta der Vielfalt beitreten.
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